Wer sich die Nacktfotos von Jennifer L. im Internet anguckt, ist ein....

Seit gestern im Internet private Fotos, teilweise Nacktaufnahmen, von über 100 Prominenten auftauchten, explodiert das Thema “Leaked Nudes” auf allen Kanälen.

“Wer nicht will, dass Nacktfotos von ihm kursieren, der sollte sich erst gar nicht ohne Kleider ablichten lassen”. Klar, dämliche Kommentare wie diesen gibt es natürlich vereinzelt als Reaktion auf den Foto-Skandal, der am Wochenende in den USA seinen Anfang fand. Mehrere 100 Fotos von US-Stars sind durch eine Hackerattacke aus iCloud Accounts gestohlen worden. Und mittlerweile auch vereinzelt im Internet aufgetaucht. Die ganz große Weiterverbreitung auf Social Media Kanälen durch Liken & Sharen blieb den Betroffenen (bisher) erspart.

Keine auch nur halbwegs seriöse Newspage zeigte – etwa um Klickzahlen in die Höhe zu treiben –  die pikanten Bilder. Was, natürlich, machen wir uns nichts vor, der Angst vor  juristischen Konsequenzen geschuldet sein dürfte. Sehr viel schöner finden wir aber folgende Interpretation: Es herrscht durch diverse Überwachungsdebatten der vergangenen Monate und der wachsenden Sorge um eigene Daten, ein Konsens bei Machern und Usern. Keiner möchte Material weiterverbreiten (oder auch nur ansehen), das gestohlen wurde und die Privatsphäre anderer so brutal verletzt. Dennoch kocht das brisante Thema seit Sonntag natürlich überall im Netz hoch und wird von Usern auf allen Kanälen diskutiert.

Schauspielerin und Twitter-Star Lena Dunham etwa formulierte in gleich mehreren Posts, was sie von all jenen hält, die jetzt gerade am Rechner sitzen und nach “Lawrence nudes” googeln.

 

 

01.09.2014 | Kategorien Daily Dust, dailynow | Tags , ,