TANZ IM AUGUST

Das internationale Festival für zeitgenössischen Tanz, findet noch bis zum 2. September in Berlin, mit einem vielfältigen Programm statt.

Credit: Company Wayne McGregor/Andrej Uspenski

In diesem Jahr feiert das internationale Festival für den zeitgenössischen Tanz sein 30-jähriges Jubiläum, das große Publikumsfestival „Tanz im August“ hat sich als wichtigstes Tanzfestival in Deutschland fest etabliert. In diesem Jahr sind auch größere Compagnien eingeladen, das Ballet de l’Opéra de Lyon feierte die Festivaleröffnung, die Company Wayne McGregor lädt an diesem Wochenende (17.08.- 19.08) zu ihren Vorstellungen ein und das Wuppertaler Tanztheater Pina Bausch gastiert am letzten Festivalwochenende (31.8.- 02.09.) in der Volksbühne Berlin.

Virve Sutinen, Künstlerische Leiterin von Tanz im August: „Das dreiwöchige Programm von Tanz im August feiert gemeinsam mit dem Publikum und den Künstler*innen die Vielfalt des zeitgenössischen Tanzes. Wir bleiben auch in unserer Jubiläumsausgabe dezidiert politisch und widmen uns mit den künstlerischen Produktionen, in Diskussionen und Workshops Fragen der Migration, der Geschlechterverhältnisse oder der Wirkung fremder kultureller Einflüsse. Kunst erlaubt uns auf besondere Weise die Welt zu erkunden, unsere Überzeugungen zu überprüfen, die Vielfalt an Weltbildern zu verstehen und unsere Ideen und Wahrnehmungen zu hinterfragen. In diesen global turbulenten Zeiten möchten wir für ästhetische Toleranz, Empathie und Solidarität plädieren als Weg in eine tanzliebende, friedlichere Welt.“

Die zwei großen Publikumsmagnete, die Company Wayne McGregor und das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch / Alan Lucien Øyen mit ihren Vorstellungen, finden Sie unten stehend in einer genaueren Beschreibung. Eine Übersicht der gesamten Produktionen, die gleichermaßen sehenswert sind, finden Sie hier

Company Wayne McGregor

Autobiography

Dauer: 80 min

Was bedeutet es, die eigene Lebensgeschichte zu schreiben? 25 Jahre lang hat Wayne McGregor Choreografien entwickelt, die das Leben durch die Erfahrung des Körpers befragen. Nun wendet sich der bekannte britische Choreograf dem Körper als Archiv zu, um einen Zyklus choreografischer Porträts zu erschaffen. Für seine erste Studie “Autobiography” ließ McGregor seine DNA entschlüsseln. Und schuf ein dynamisches Tanzmosaik, begleitet von den Sounds der Elektro-Musikerin Jlin: eine abstrakte Meditation für zehn Tänzer*innen über das Selbst, das Leben und das Schreiben, die für jede Vorstellung von einem Algorithmus in eine andere Reihenfolge gebracht wird.

Fr 17.8. von 19:00 bis 20:20 

Sa 18.8. von 19:00 bis 20:20

So 19.8. von 17:00 bis 18:20 

Haus der Berliner Festspiele

Tanztheater Wuppertal Pina Bausch / Alan Lucien Øyen

Neues Stück II

Dauer: 180 min inkl. Pause

Alan Lucien Øyen erkundet den Grenzbereich zwischen Tanz, Theater, Text und Film. Indem er intimste Momente in Szene setzt, will der norwegische Choreograf die Schlichtheit, Schönheit und Komplexität menschlicher Erfahrung widerspiegeln – und passt darin hervorragend zu Pina Bauschs Wuppertaler Tanztheater, das stets das zutiefst Menschliche aufsucht. Gemeinsam mit dem Ensemble des Tanztheaters entwickelt Alan Lucien Øyen eine neue Choreografie, “Neues Stück II”. Ein Novum für das Tanztheater, das erstmals, unter der Intendanz und Künstlerischen Leitung von Adolphe Binder, zwei abendfüllende Stücke mit transdisziplinär arbeitenden, internationalen Gastchoreografen erarbeitet.

Fr 31.8. von 21:00 bis 00:00

Sa 1.9. von 21:00 bis 00:00

So 2.9. von 16:00 bis 19:00

Volksbühne Berlin