#whothefuckisberlin ?

Berlin hat ein neues Streetwear-Label: Fucking Early, das mit seiner Kollektion Whothefuckisberlin von Kreuzberg aus die gesamte Hauptstadt flutet. Hinter ihr steckt Michel Niknafs, Mitinhaber des Prince Charles Clubs und Berliner Original. Und weil Michel Niknafs so ein illustrer Zeitgeselle ist, hat er uns die Kollektion einfach selbst erklärt.

Michel Niknafs | Foto: © Jan Kapitän

INTERVIEW: Das Streetwear-Label Fucking Earlyden Hashtag #whothefuckisberlin und die dazugehörigen Shirts sieht man derzeit in Berlin überall. Erkläre uns den Wahnsinn!

NIKNAFS: Whothefuckisberlin ist meine Kollektion. Liebevoll hergestellt werden die Klamotten von meinen Freunden von Fucking Early. Die Jungs kenn ich schon aus meinen Kindheitstagen in Südberlin, sie sind echte Berliner.

INTERVIEW: Braucht Berlin ein weiteres Label, das Shirts und Sweater produziert?

NIKNAFS: Das Schöne an der Zusammenarbeit von Fuckin Early und mir ist, dass die Jungs alles in ihrer kleinen Kreuzberger Manufraktur in Einzelarbeit anfertigen. Das heißt, dass jedes Shirt ein Unikat sein kann – wie der Träger selbst.

INTERVIEW: War Keith Richards‘ Bild von 1979 die Inspiration für den Who the fuck is Print, der sich so großer Beliebtheit erfreut?

NIKNAFS: Ja. Keith Richards ist eine lebende Legende und ein wirkliches Original. Und ich liebe Originale. Mir gefiel das unterschwellig Provokative des T-Shirts , welches gleichzeitig seinem Gegenüber Respekt zollt. Ein freundschaftlicher Seitenhieb für das Ego. Die verteile ich nun in Berlin und stecke sie auch selber ein, was noch viel mehr Spaß macht. Conny Opper, die Berliner Nachtclublegende, habe ich als mein Pendant auserwählt um ihm einfach mal liebevoll zu vermitteln, dass nun ein neuer, junger Typ hier den Tag zur Nacht macht. (lacht)

Ich suche nach Duos welche zunächst in offensichtlicher Konkurrenz stehen, und sich doch gegenseitig beleben und befeuern. Wilson Gonzalez Ochsenknecht habe ich zum Beispiel am vergangenen Wochenende ein Who the fuck is Jimi Blue?-Shirt geschenkt und andersrum. Ich musste unfassbar lachen und die beiden auch. Es folgen noch einige Trikottausche in der Stadt. Wen es jedoch trifft, verrate ich noch nicht. Es sind für mich die Macher Berlins, daher auch der Name: Who the fuck is Berlin?

 

Keith Richard, 1979

INTERVIEW: Hat der Brandname Fucking Early irgendetwas mit deinem Dasein als Mitinhaber des Prince Charles Clubs zu tun?

NIKNAFS: Ich glaub das war eher meinem Talent als Gastgeber geschuldet und somit die Konsequenz etlicher Nächte mit den Jungs in meinem Club. And suddenly it was fuckin‘ early… nach einem dieser Abende kam ich auf die Idee, allen Mitarbeitern als kleines Dankeschön ein Prince Charles Shirt zu schenken, mit individuellem Backprint. Nun tragen das auch unsere Gäste mit Stolz und kaufen die Shirts an der Garderobe im Club. Das finde ich klasse! Die Whothefuckberlin Shirts kann man sich dann dort hoffentlich auch bald holen, um seiner besten Freundin eine zu verpassen oder sein eigenes Ego ans Limit zu pushen. Jeder wie er es braucht.

INTERVIEW: Welcher Mensch müsste deine Shirts tragen, um einen kleinen Traum von dir wahr werden zu lassen?

NIKNAFS: Keith Richards natürlich ! Damit schließt sich dann der Kreis nach über 30 Jahren. Ob der überhaupt weiß, was ich da in Berlin mache? Ich denke nicht. Eine Person habe ich ja mittlerweile erfolgreich entpersonifiziert: Prince Charles! In Berlin denken mehr Leute an den Club und vielleicht sogar an meine Person als an den ewigen royalen Thronfolger der englischen Krone. Meine Kampagne #whothefuckisberlin endet auch bereits im November mit dem 4. Club-Geburtstag, welcher unter dem Motto stehen wird: „Who the fuck is Prince Charles?“ Das wird dann das letzte T-Shirt sein, welches ich tragen werde. Um dem ganzen die Krone aufzusetzten, feiern wir am 14. November – dem Geburtstag des wahren Prince Charles. Spätestens dann weiß er, wer Michel Niknafs ist.

INTERVIEW: Und who the fuck is Michel Niknafs?

NIKNAFS: Ein Berliner Original.

 

Allen Neuigkeiten zur Whothefuckisberlin Kollektion kann man über Facebook oder dem entsprechenden Hashtag folgen. Die Produkte sind im Onlineshop von Fucking Early erhältlich – das Who the fuck is Shirt kann hierbei mit eigenen Namen customized werden.

© Rico Zartner

Von: Cloudy Zakrocki