DIOR
Lady Dianas Lieblingstasche
als Kunstobjekt

Sie war die Lieblingstasche der britischen Prinzessin und bekam prompt selbst einen Adelstitel verpasst: Für eine Ausstellung inszenieren nun Künstler wie Patrick Demarchelier und Nan Goldin Diors berühmteste Tasche.

© Patrick Demarchelier, Anja 2010

Diese kleine, rechteckige Tasche schaffte es gleich in vielfacher Ausführung in den Kleiderschrank von Lady Diana. Weswegen sie gleich selbst einen Adelstitel verpasst bekam: gestatten, Lady Dior. Ihren ersten großen Auftritt hatte sie 1995: Damals reiste Lady Di nach Paris, um sich eine Cézanne-Ausstellung anzusehen. Als Willkommensgeschenk überreicht ihr die französische Präsidentengattin Bernadette Chirac die kleine, kantige Handtasche, die sie erst kurz zuvor als Prototyp in den Dior-Ateliers entdeckt hatte. Diana orderte alle verfügbaren Modelle – und trug sie fortan bei jeder Gelegenheit. Kein Wunder also, dass die Lady Dior mit Cannage-Steppmuster und klimpernden Anhängern zur bekanntesten Tasche des Modehauses wurde.

Am Handgelenk der meistfotografierten Frau der Welt wurde sie unzählige Male abgelichtet. Mittlerweile ist sie selbst Mittelpunkt eines Kunstprojekts. Für die Wanderausstellung Lady Dior As Seen By, die erstmalig 2011 in Shanghai zu sehen war, haben Fotografen und Künstler die Lady Dior auf ihre Weise interpretiert. Patrick Demarchelier fotografiert Topmodel Anja Rubik mit nichts als Tasche am Körper, Nan Goldin inszeniert ein düster-romantisches Szenario mit Schwan und Olympia Scarry zerfleddert die Lady Dior in einer Glasversion.

Für kurze Zeit macht die Ausstellung nun auch Station in Deutschland: Vom 7. bis zum 9. April ist sie in der Langen Foundation in Neuss zu sehen. Erstmals werden dann auch Exponate der deutschen Künstler Jan Albers, Helen Feifel, Katharina Sieverding und Moritz Wegwerth gezeigt.

Lady Dior As Seen By

7. – 9. April

Langen Foundation, Neuss