BERLIN FASHION WEEK SPECIAL:
Im Atelier von Bobby Kolade

Seine vergangene Kollektion wurde in den höchsten Tönen gelobt. Kein Wunder, dass ganz Berlin nun darauf wartet, was Bobby Kolade morgen auf dem Laufsteg präsentieren wird.

Im Rahmen unseres Berlin Fashion Week Specials haben wir das Designertalent in seinem Atelier besucht und die Eindrücke vor dem großen Tag eingefangen. Im Interview erzählt er weiterhin von seinen Inspirationen, der Kollektion und persönlichen Hassmomenten.

INTERVIEW: Bobby, du standst uns bereits letzte Saison Rede und Antwort. Was hat dich dieses Mal zur Kollektion inspiriert?

BOBBY KOLADE: Porto Novo, Süd-West Nigeria, die Fotografien von Leonce Raphael Agbodjelou, insbesondere seine Egungun Serie, Lil’ Kim in den 90er Jahren, Gwen Stefani, EVE, Janet Jackson…

INTERVIEW: Suchst du generell deine Inspirationen immer noch auf der Straße Berlins?

KOLADE: Selbstverständlich auch, aber nicht hauptsächlich.

INTERVIEW: Damals waren deine Zukunftsvisionen, dass du eine eigene Schnitt- und Schneideretage in deinem Studio bekommst und privat einen Monat in Äthiopien verbringst. Hat sich davon etwas erfüllt?

KOLADE: ‚Damals’? Das war doch erst vor 6 Monaten!

 

INTERVIEW: Sind neue Zukunftsideen hinzu gekommen?

KOLADE: Selbstverständlich. Viele.

 

INTERVIEW: Was können wir von deiner Kollektion erwarten?

KOLADE: Sommer 2016 ist leichter, luftiger, kürzer, und hat eine gewisse joie de vivre. Die Kollektion feiert das Performative: Theater und Tanz und die unvergleichbare Farbwelt des Yoruba Stammes in West Afrika.

 

INTERVIEW: Gibt es eine Person, von der du dir wünschen würdest, dass sie deine Kleidung trägt?

KOLADE: Grace Jones. Logisch.

 

INTERVIEW: Wen siehst du generell in deinen Kollektionen, welche Art von Frau?

KOLADE: Dazu sage ich immer: Eine neugierige Frau. Eine verdammt coole, neugierige Frau.

 

INTERVIEW: Statt in der Berghain Halle zeigst du diesmal in den Sophiensälen. Wirst du posher statt edgy zu bleiben?

KOLADE: Die Sophiensaele sind für uns eigentlich die perfekte Fortsetzung unserer Geschichte. Eben wie in der Halle am Berghain finden dort Veranstaltungen statt, die das Performative feiern.

 

INTERVIEW: Was ist dein persönlicher Hass-Moment in der Zeit vor der Show?

KOLADE: Es ist 3 Uhr morgens und die Chips sind aus!

 

INTERVIEW: Welchen Moment liebst du am meisten in der Zeit um eine Show?

KOLADE: Gretas Verlobter lässt in der Woche vor der Show immer die exotischsten Snacks liefern und kocht für das Team.

 

Jetzt noch Fragen aus dem Andy Warhol Fragebogen, also jene, die er seinen Gästen einst selbst gerne gestellt hat:

 

INTERVIEW: Träumst du?

KOLADE: Nicht im Schlaf, eher vor meiner Pinnwand.

INTERVIEW: Was ist deine Lieblingsfarbe?

KOLADE: Tomatenrot. Reif.

INTERVIEW:  Was frühstückst du gerne?

KOLADE: Ich frühstücke nicht.

INTERVIEW: Was war dein allererster Job?

KOLADE: Fernsehmoderator einer Teenie-Show in Kampala. Ich war 14 als ich angefangen habe.

INTERVIEW: Wann wirst du nervös?

KOLADE: Wenn die Post streikt und wenn Roger Federer spielt.

INTERVIEW:  Bist du ein guter Koch?

KOLADE: Verdammt gut.

INTERVIEW: Was ist dein Lieblingsfilm?

KOLADE: Meine Schwäche: ich schaue selten Filme. Aber ich verehre Spike Lee.

INTERVIEW: Was war dass irrste Geschenk, dass du je bekommen hast?

KOLADE: Greta hat mir dieses Jahr eine Fritteuse geschenkt – ich bin leicht besessen von Pommes.

INTERVIEW: Bist du eitel?

KOLADE: Voll.

INTERVIEW: Welche Superkraft hättest du gerne?

KOLADE: World Peace.

Bobby Kolade: “Ich bin leicht besessen von Pommes und verehre Spike Lee.”
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