MBFWB SPECIAL:
Leyla Piedayesh von Lala Berlin im Interview

Preview der Spring/Summer 2016 Kollektion von Lala Berlin

Heute fängt die Berlin Fashion Week an – zur Feier des Tages gibt es wie in der vergangenen Saison unser Special mit Behind the Scenes Eindrücken, Previews und Interviews zu den Kollektionen und Designern, die aus der Masse herausstechen.

Den Anfang macht Leyla Piedayesh von Lala Berlin, einer seit Jahren konstanten Größe der Berliner Modewelt. Wir haben Sie zum Interview getroffen, alles über die Kollektion, die am Donnerstag präsentiert wird, erfahren und sogar die erste Preview-Skizze erhalten.

Leyla Piedayesh von Lala Berlin

INTERVIEW: Leyla, du hast letzte Saison neben der regulären Herbst/Winter 2015 Kollektion noch eine kleine Kollektion gemacht.

LEYLA PIEDAYESH: Das stimmt. Wir haben nur unsere Cinderella Kollektion auf dem Laufsteg präsentiert und zusätzlich noch eine reguläre Herbst/Winter Kollektion. Daher war es in der vergangenen Saison die doppelte Arbeit und weniger Ruhe und Erholung.

INTERVIEW: Gab es im letzten halben Jahr einen Moment, der dich geprägt und dir viele Inspirationen für die neue Kollektion geliefert hat?

PIEDAYESH: Die Jahre gehen so schnell vorbei, dass ich kaum an einem bestimmten Moment festhalten kann. Ich erinnere mich eher an Stimmungen als an bestimmte Ereignisse.

INTERVIEW: Was können wir von der jetzigen Kollektion erwarten?

PIEDAYESH: Eine tolle, abwechslungsreiche Kollektion voller Gegensätze!

INTERVIEW: Du hast für die Show eine Outdoor-Location gewählt. Ziemlich mutig. Wie wählst du deine Locations aus? Hast du ein Team, das dich berät?

PIEDAYESH: Ich bin eher beratungsresistent.

Leyla Piedayesh (Designerin bei LalaBerlin): “Ich bin beratungsresistent.”
Tweet this

INTERVIEW: Du zeigst mittlerweile seit Jahren und giltst als eine der erfolgreichsten deutschen Designerinnen. Hast du jemals daran gedacht, nicht in Berlin sondern woanders zu zeigen?

PIEDAYESH: Dieses Jahr zeigen wir zum ersten Mal nicht mehr nur in Berlin sondern auch in Kopenhagen. Ich freue mich schon sehr!

INTERVIEW: Ist jemals etwas bei einer Show so richtig schief gegangen?

PIEDAYESH: Wir hatten bei einer Show vor einigen Jahren mal ein großes Schuhproblem – alle Schuhe waren viel zu klein und wir mussten sie kurz vor der Show hinten aufschneiden! Das war vielleicht ein Stress.

INTERVIEW: Was kannst du auf den Laufstegen der Welt nicht mehr sehen?

PIEDAYESH: Alles ändert sich heutzutage wahnsinnig schnell. Was man heute nicht mehr sehen kann, findet man morgen super cool.

INTERVIEW: Was würdest du gerne mehr auf den Laufstegen der Welt sehen?

PIEDAYESH: Mehr Bedacht und weniger Einheitsbrei!

INTERVIEW: Bei deinen Shows fällt auch immer die Top-Auswahl der Mädchen für den Laufsteg auf. Wie wählst du unter den hunderten Models aus?

PIEDAYESH: Ich bin immer auf der Suche nach dem besonderen Etwas. Ich achte auf alles, bis hin zum letzten Grübchen. Wenn ich ein Mädchen buche, ist sie in meinen Augen perfekt.

INTERVIEW: Gibt es etwas, das du früher in deinen vergangenen Kollektionen gezeigt hast, das du heute nie wieder auf den Laufsteg bringen würdest?

PIEDAYESH: Nein, nicht wirklich. Ich bin in all den Jahren dem Ursprungs- lala-Berlin –Look treu geblieben.

INTERVIEW: Lala Berlin ist mittlerweile ein weltweit etabliertes Modelabel. Was glaubst du, ist dein Erfolgsrezept?

PIEDAYESH: Sich selbst treu zu bleiben.

INTERVIEW: Wie sieht das typische Lala Berlin Girl aus?

PIEDAYESH: Das typische lala Girl ist zwischen 14 und 74 Jahren alt. Sie sind alle frei und lieben Mode! Und ich liebe sie!

INTERVIEW: Gibt es etwas, was du mit deinem Label noch erreichen möchtest? Was sind deine Wünsche für die Zukunft?

PIEDAYESH: Am liebsten würde ich eigentlich den ganzen Sommer in der Sonne abhängen und ganz nebenbei die Internationalisierung der Marke anschieben.

INTERVIEW: Der Satz „Mode ist tot!“ von Trendforscherin Li Edelkoort hat eine große Welle der Entrüstung und Diskussion in der Modebranche entfacht. Was denkst du: Ist die Mode tot?

PIEDAYESH: Kann Mode jemals tot sein? Oder ist vielleicht die Uniformierung der Masse der Tod der Mode? Fragen über Fragen!

 

Jetzt noch einige Fragen aus dem originalen Andy Warhol Fragebogen, also jene, die er gerne seinen Gästen gestellt hat:

INTERVIEW: Träumst du?

PIEDAYESH: Ja, sehr viel.

INTERVIEW: Was ist deine Lieblingsfarbe?

PIEDAYESH: Rosa mag ich sehr gern. Dunkelblau ist auch toll. Rot ist auch geil. Ich würde sagen ich mag sie fast alle.

INTERVIEW: Was frühstückst du gerne?

PIEDAYESH: Es ist definitiv nicht meine Lieblingsmahlzeit.

INTERVIEW: Was war dein allererster Job?

PIEDAYESH: Ich habe ganz klassisch Zeitungen ausgetragen. Kurze Zeit später hab ich dann in einem Süßigkeitenladen gearbeitet.

INTERVIEW: Wann wirst du nervös?

PIEDAYESH: Täglich.

INTERVIEW: Bist du eine gute Köchin?

PIEDAYESH: Ich selber würde behaupten ja. Allerdings koche ich gerne ohne Rezept und mische die wildesten Sachen.

INTERVIEW: Was ist dein Lieblingsfilm?

PIEDAYESH:  „Es war einmal in Amerika“

INTERVIEW: Was war dass irrste Geschenk, das du je bekommen hast?

PIEDAYESH: Das Bildnis meiner besten Freunde, die gemeinsam das letzte Abendmahl darstellen. Natürlich alle in lala Berlin gekleidet.

INTERVIEW: Bist du eitel?

PIEDAYESH: Jeder ist eitel. Auch ich gucke ab und zu mal in den Spiegel.

INTERVIEW: Welche Superkraft hättest du gerne?

PIEDAYESH: Beamen. Und zwar von rechts nach links und auch innerhalb verschiedener Zeitzonen.