Bildband:
Rock'n'Romantic

Designerin Martine Sitbon hat nicht nur Chloé neues Leben eingehaucht und zwei eigene Labels geführt, auf die Französin ist auch der Stil „rock’n’romantic“ zurückzuführen. Ihre Lookbooks überließ die Französin unter anderem dem Talent von Peter Lindbergh und Mario Testino, deren Aufnahmen für Sitbon nun in einem Bildband erschienen sind.

Polaroid von Martine Sitbon | Foto: Ezra Petronio (Self Service Magazine)

Bereits ein flüchtiger Blick auf Martine Sitbons Lebenslauf offenbart, dass die Designerin anscheinend schon auf der ganzen Welt ihre Spuren – und Eindruck – hinterlassen hat. Kindheit in Marokko, ein kurzer Zwischenstopp in Rom, es folgten Studium in Paris und Jobs für Modehäuser in Indien, Hong Kong, Mailand oder New York City. Nach der Gründung ihres eigenen Labels Mitte der 1980er Jahre nahm Sitbons Karriere schnell Fahrt auf. Fashionshowdebüt in Paris 1986, in New York City wenig später, 1988 rief Chloé und Sitbon verhalf dem französischen Label als Kreativchefin binnen fünf Jahren zu neuer Kraft, während sie nebenbei auch ihre eigene Marke weiter etablierte. Dafür erntete sie reichlich Lob, das vielleicht größte von Karl Lagerfeld, der Sitbon einst als die „einzige lebende französische Designerin“ bezeichnete.

Martine Sitbone in einem Interview mit Sarah Mower (2012): “I was the first young girl to be a named designer for Chloé. And for me it was an incredible experience”
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Gekonnt kombinierte die Französin unverkennbaren Pariser Chic, französische Romantik und Eleganz mit Rock-Attitüde und definierte so den Stil „Rock’n’Romantic“. Nach und nach entwickelte Sitbon neue Techniken, Schnitte, Muster und erkannte zugleich, wie wichtig es für eine Marke ist, eine starke, visuelle Identität zu besitzen, eine Ästhetik mit Wiedererkennungswert, weshalb sie sich einen der kreativsten Art Director der Modebranche an die Seite holte: Marc Ascoli. Jahrelang hat das Duo eng zusammengearbeitet und namhafte Fotografen wie Peter Lindbergh, David Sims oder Mario Sorrenti für ihre Visionen gewinnen können. Da ist es nur logische Konsequenz, dass Ascoli persönlich für die Gestaltung des Bildbandes „Martine Sitbon: Alternative Vision“ zuständig war. Dieser gewährt einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Designerin, inklusive bislang unveröffentlichter Skizzen und Fotografien.

Der 300-Seiten-Band erscheint am 4. Oktober im Rizzoli Verlag. Vorab geben wir Ihnen bereits einen kleinen Vorgeschmack.