#2days1bag:
CHIMA im Interview

Soulsänger Chima begab sich in diesem Frühling mit Timberland auf einen Road Trip der besonderen Art. Wir sprachen mit ihm über Outdoor Erlebnisse, Sankt Peter-Ording und natürlich Musik.

 

Chima in Hamburg

Das Outdoor Brand Timberland läutete den Frühling in diesem Jahr mit einer ganz besonderen Aktion ein und schickte ausgewählte Influencers aus ganz Europa, ausgestattet mit der neuen Sommerkollektion, auf eine zweitägige Reise. Frei nach dem Motto: 2 Days, 1 Bag, The Road Trip. Für Deutschland wurde der Frankfurter Soul-Sänger Chima, der ebenfalls Mitglied der Band Brother Keepers ist, ausgewählt und gebeten seine zweitägige Reise zu d0kumentieren. Startpunkt: die wunderschöne Hansestadt Hamburg. Von dort aus nahm er Kurs Richtung Norden. Nach einem Zwischenstopp im ostfriesischen Städtchen Husum landete er schließlich in Sankt Peter-Ording. Uns erzählt er von seinen Erlebnissen.

 

INTERVIEW: Für Timberland bist du gerade auf den Straßen unterwegs. In einem alten VW Bus, wie man auf Facebook sieht – für viele ein Traum! Wolltest du das schon immer machen?

CHIMA: Ich wollte immer schon mal quer durch die BRD fahren. Es gibt so viele schöne Flecken die man nie zu Gesicht bekommt. Ausserdem bin ich so eingebunden, dass ich mir nie die Zeit nehme für Deutschland Erkundungsexpeditionen. Meistens wird es dann doch Sonne, Meer und Strand.

INTERVIEW: St. Peter Ording ist jetzt nicht gerade das Urlaubsziel für viele. Wie fandest du es?

CHIMA: Das Meer steht für mich gemeinhin für Freiheit, Weite, Natur, vielleicht auch Urgewalt. Das Gefühl der Natur gleichzeitig ausgeliefert und ihr dann aber auch verbunden zu sein hat irgendwie was beruhigendes für mich. Ich bin nicht gerne alleine, aber wenn es sich ergibt bin ich froh um die Ruhe und die Gedanken die sich durch sie entwickeln können. Cool, war gerade in Sankt Peter Ording dazu, dass einige Sequenzen des Videoclips zur ersten Single des aktuellen Albums – ohne mein Beisein – genau dort am Strand entstanden sind. Das hatte schon was lustiges, die mir aus dem Clip bekannten Drehorte dann im Nachhinein zu besuchen.

 

Chima in St. Peter-Ording

INTERVIEW: Wie wichtig ist dir Mode?

CHIMA: Mode ist mir leider noch zu wichtig. Ich bin kein Fashion Victim, aber ich gebe manchmal noch viel zu viel auf die Meinung von anderen. Und darum geht es bei der ganzen Betonung von Codes ja schlussendlich. Ich achte auf Schuhe und darüber hinaus auf das Zusammenspiel von einem kompletten Outfit. Man kann teilweise Rückschlüsse auf den Charakter eines Menschen ziehen.

INTERVIEW: Was verbindest du mit Timberland?

CHIMA: Mit Timberland verbinde ich einen klaren Stil, Haltung, Funktionalität und Zeitlosigkeit. Ich kenne die Marke seit meiner Schulzeit, in der Boat Shoes und die Boots ein ganz bestimmtes Modestatement darstellten. Ich konnte mir die Boots damals nicht leisten, aber da sie im Winter zur Standardausrüstung meiner privilegierten Schulkameraden und Freunde gehörten, avancierten sie damals sehr bald zu einem der Objekte meiner Begierde. Das ist jetzt sehr lange her und doch erfüllen Sie noch heute das Versprechen von Stil, Qualität und Coolness. Ziemlich bemerkenswert, oder?

INTERVIEW: Was ist das Beste an einem Roadtrip?

CHIMA: Der Charme der Straße oder des Weges ohne Ziel. Die Straße lädt zum Ausprobieren ein. Auf der Straße kann man sich verlieren, aber mit dem Versprechen etwas Verborgenes in einem selbst zu finden.

INTERVIEW: Was ist das Schlimmste an einem Roadtrip?

CHIMA: Die Möglichkeit sich zu verlieren.

INTERVIEW: Wie würde dein Traumroadtrip aussehen?

CHIMA: Einer mit Familie in einem kulturell und vom Wetter her warmen und fremden Land.

INTERVIEW: Welche Musik hörst du privat?

CHIMA: Das geht quer Beet. Von westafrikanischem Highlife, zu Klassik, von altem Rhythm&Blues über Rap zu Elektro Rock. Entscheidend ist der ganze Song. Ein guter Song, ist ein guter Song. Entscheidend ist für mich, ob er im Herz hängenbleibt, nicht etwa nur im Kopf.

INTERVIEW: Wo ziehst du deine Inspiration her?

CHIMA: Aus meinem Leben und dem meiner Mitmenschen.

INTERVIEW: Du hast kurze Zeit auch studiert. Was war der Moment, an dem dir klar war, dass du dich Vollzeit der Musik widmen möchtest?

CHIMA: Als das Studium irgendwann zur Ausrede wurde, weil ich merkte, dass ich problemlos Tage im Studio verbringen konnte, ohne es wirklich zu merken. Im Studium erfand ich gegen Ende allerlei Ausreden um nicht erbrachte Leistung zu entschuldigen.

INTERVIEW: Was war/ ist der größte Unterschied zwischen deinem Leben als Solokünstler oder Teil der Brothers Keepers gewesen zu sein?

CHIMA: Wo Chima draufsteht, ist nur Chima drin.

 

Chima: “Wo Chima draufsteht, ist nur Chima drin!”
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INTERVIEW: Wieso hat man einige Jahre nichts von dir gehört? War die kreative Schaffenspause wichtig um Neues zu kreieren? Was hast du in der Zeit gemacht?

CHIMA: Weil man Geschichten aus dem Leben erstmal erleben, dann reflektieren und danach aus den Tiefen des Unterbewusstseins herausschaben muss.

INTERVIEW: Du beschäftigst dich oft auch mit Toleranz. Wieso ist es so wichtig, Gutes zu tun?

CHIMA: Aus purem Egoismus. You get what you give. Kategorischer Imperativ und so…

INTERVIEW: Glaubst du, dass Musiker wie du dahingehend einen größere Verantwortung tragen?

CHIMA: Nein, das müssen Sie nicht. Es ist aber von Vorteil, dass man die Möglichkeit, viele Menschen erreichen zu können, auch dafür nutzt, dass man einen erhellenden Beitrag zum Weltenbewusstsein leistet.

INTERVIEW: Wohin soll deine Reise gehen? Privat und beruflich?

CHIMA: Zu Frieden und mehr Ruhe.

Hier ist der Roadtrip im Bewegtbild: 

04.05.2015 | Kategorien Fashion, Interviews, Musik | Tags , , , ,

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