So entsteht die
DIOREVER

Rihanna trägt sie schon! Die neue Tasche des Hauses Dior ist so zeitlos wie ihr Name: Diorever, Dior für immer, für alle Tage. Wir betrachten die Fertigung des kleinen Architekturkunstwerks näher.

© DIOR

Es bedurfte über neun Monate Entwicklungszeit sowie mehr als einen Arbeitstag für die Fertigung der Diorever. Die strukturierten Kurven, der Wendeüberschlag, der Metallverschluss, die Farben und Materialien, die manchmal einen Kontrast bilden sind Ausdruck besten Lederwaren Savoir-faires. Die Tasche wird in der Nähe von Florenz von Hand gefertigt. Das Leder muss perfekt sein, damit eine scharfe Klinge die 47 Teile der Tasche den Papierschablonen folgend aus ihm herausschneiden kann.

In den Korpus der Diorever arbeitet der Kunsthandwerker einen Teil der Öffnungen für die 32 Metallaccessoires ein. Mithilfe eines vorn abgerundeten Hammers klopft er das Leder mit einer eisernen Ausstechform, die exakt den Maßen des Verschlusses in Emblemform entspricht, und dann mit einem anderen Kreis ab, um Löcher in der Größe der sechs sichtbaren Magneten auf Vorderseite, Rückseite und Überschlag zu stechen. So können farbliche Kontraste kreiert werden, da jeder Magnet mit Leder überzogen wird, bevor er zwischen die beiden Lagen genäht wird.

 

Weil die Innenseite genauso wichtig ist wie die Außenseite, werden verschiedene Verstärkungen an den beanspruchtesten Stellen eingesetzt. Die Seiten der Diorever werden anschließend auf einer Holzform platziert, die der Modellbauer vorher nach den Maßen der drei Größen der Tasche und den gewählten Materialeigenschaften angefertigt hat. Der Kunsthandwerker bearbeitet das Leder genau wie ein Schneider, der das Fallen, ein Plissee oder eine Drapierung an einem Stoff auf einer Kleiderpuppe modelliert.

Anschließend folgt die Anbringung der drei Innentaschen, die erst verklebt und dann mit der Maschine vernäht werden, sowie die Befestigung der Henkel, deren Ansatz auf der Vorderseite der Taschen sichtbar ist. Dies rückt die Elemente der Konstruktion in den Vordergrund. Wie eine Couture-Signatur wird der Name „Christian Dior“ auf den silbernen Streifen geprägt. Dann positioniert er die große Tasche auf der Rückseite und die restlichen Metallstücke – Druckknöpfe, Füße, Schließe und die Befestigung des Trageriemens. Die Innen- und Außenpartien der Tasche werden nun für ein präzises Ergebnis mit der Maschine an den Seiten vernäht. Zum Schluss versieht der Kunsthandwerker die Tasche noch mit sechs Sattlerstichen. Fertig ist die Diorever!

Die Diorever ist in drei Größen und in kostbarem wie auch innovativem Leder erhältlich – geknittertes Metallic-Lammleder, Krokodil oder Alligator –, das in zahlreichen Farben variiert wird.