„Jil Sander: Präsens“

In Frankfurt gibt es die erste Einzelausstellung der Modedesignerin zu sehen. Auf 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche kann der Besucher die vielseitigen Facetten der Designerin erleben.

Portrait Jil Sander © Peter Lindbergh

Jil Sander gehört zu den einflussreichsten Modedesignerinnen ihrer Generation, sie erschuf eine international erfolgreiche Marke. Ein Markenzeichen der Designerin ist der Purismus. Am vergangenen Freitag eröffnete die Ausstellung „Jil Sander: Präsens“ in Frankfurt am Main. Es ist die erste Einzelausstellung der Designerin. Thematisch gliedert sich die Ausstellung in die Bereiche Laufsteg, Backstage, Atelier, Modekollektionen, Accessoires, Kosmetik, Modefotografie und Kampagnen, Mode und Kunst, Architektur und Gartenkunst. Sie bespielt das gesamte Museumsgebäude auf rund 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, über zwei Etagen. In vielen Bereichen war Jil Sander wegweisend, nicht nur in der Fashion. In Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Architekten Michael Gabellini baute sie 1993 an der Pariser Avenue Montaigne Nummer 50, mit bisher nicht gekanntem Aufwand, ihren ersten 1.000 Quadratmeter großen Flagship Store, der für die ganze Branche zukunftsweisend war. Genau dieser Flagship Store wurde für die Ausstellung mit Originalmobiliar nachgebaut und ist begehbar. Für den Bereich Gartenkunst hat Jil Sander eine Gartenanlage gestaltet, durch die der Besucher virtuell spazieren kann. Kuratiert hat die Ausstellung in Zusammenarbeit mit Jil Sander Matthias Wagner K. Die Ausstellung „Jil Sander: Präsens“ ist noch bis zum 6. Mai 2018 im Museum Angewandte Kunst zu sehen.

Jil Sander Showroom Milan, 2000 © Paul Warchol
Jil Sander Kampagne Frühling-Sommer 1996, Model: Guinevere van Seenus © Craig McDean