JOHANNES HUEBL
im Interview auf 3048 Metern Höhe!

Mit Mario Testino und Johannes Huebl auf 3000m

Wenn Mario Testino nach Sölden bittet, dann überlegt man nicht zwei Mal. Und wenn dann auch noch Model Johannes Huebl ein bisschen Zeit mitbringt, hört man natürlich auch mal nach, was der so zu erzählen hat.

Vor einigen Wochen lud das Luxuslabel Cîroc zu einer Kooperation der besonderen Art. Mit dem Flieger ging es von Berlin nach Innsbruck, von dort weiter mit dem Bus durch tiefe Täler und über enge Kurven hoch zum österreichischen Bergdorf Sölden. Anlass der wunderschönen Odyssee: Starfotograf Mario Testino gab sich die Ehre und fotografierte in atemberaubender Location seine Kampagne On Arrival, die derzeit mit der britischen Permiummarke Cîroc um die Welt zieht und schon in Brasilien und London zu Gast war.

 

Mario Testino beim "On Arrival" Shooting in Brasilien © Mario Testino for CÎROC® Ultra-Premium Vodka

Als Notiz am Rande: Unter Wodkaliebhabern längst bekannt, erobert der in Frankreich produzierte Cîroc Tropfen die Gaumen in ganz Europa. Was ihn auszeichnet ist, dass er nicht aus Getreide, sondern aus Trauben hergestellt wird. Klingt nach billiger Werbung, wer den süßlichen Geschmack allerdings noch nicht probiert hat, hat etwas verpasst.

Auf einem ähnlichen Eroberungskurs wie der feine Wodka steht auch das Motto der Shootingserie in Sölden. On Arrival zelebriert junge Menschen, die ihren ganz persönlichen Moment des Durchbruchs und der Freude feiern. Damit das möglichst spektakulär aussieht, hatte sich Locationscout Mario Testino nicht lumpen lassen und wählte für den Stop in Österreich die legendäre ICE Q Bar, wo nicht zuletzt einige Szenen des aktuellen James Bond Films Spectre aufgezeichnet wurden.

Die Ice Q Bar auf über 3000 m

Hinauf ging es also auf eisige 3000 Meter in das Restaurant im Eisklotz-Look. Mit von der On Arrival Partie in luftiger Höhe waren neben dem mehr als attraktiven Produktionsteam von Testino unter anderem die Models Johannes Huebl und Shermine Sharivar. Huebl, der vor allem durch seine Ehe mit Socialite Olivia Palermo Bekanntheitsgrad erlangte, steht nicht nur für ein hübsches Gesicht, sondern auch für einen exquisiten Kleidungsstil. Außerdem soll er begnadeter Skifahrer sein, wie sich im INTERVIEW Gespräch herausstellte, in dem er auch über seine Urlaube mit Palermo und seine eigentliche Leidenschaft, die Fotografie, sprach.

INTERVIEW: Johannes, Du fährst bestimm Ski, oder?

JOHANNES HUEBL: (lacht) Ist das reine Intuition, oder hast du da Hintergrundinformationen gesammelt?

INTERVIEW: Irgendwie siehst Du nicht aus wie ein Snowboarder.

HUEBL: Ich hab tatsächlich mit drei Jahren angefangen, Ski zu fahren, bin aber mit 16 aufs Snowboard umgestiegen – das war damals einfach ein bisschen cooler. Aber jetzt geht es zurück auf die Skier.

Bright lights: Johannes Huebl im Skioutfit @johanneshuebl

INTERVIEW: Wenn Du gerne in den Bergen bist, dann ist Sölden mit der Ice Q Bar hier oben ja eigentlich die perfekte Location für Dich.

HUEBL: Ich hatte mir Sölden vor drei Wochen tatsächlich schon mal herausgesucht, um hier mit Olivia Urlaub zu machen. Und dann hat mir aber ein Freund davon abgeraten.

INTERVIEW: Warum?

HUEBL: Der meinte es wäre nicht die richtige Umgebung für mich und meine Frau. (lacht)

INTERVIEW: Und wie sähe die genau aus?

HUEBL: Wir sind dann nach Zermatt gefahren. Da ist es ein bisschen uriger, keine Autos, ein fantastisches Skigebiet, einfach super idyllisch.

INTERVIEW: Ja, Ischgl ist dagegen natürlich mehr ein Partyort.

HUEBL: Ja! Da habe ich auch angerufen. Aber die Frau im Hotel meinte direkt sie hätten eine Tabledance Bar im Haus – das war dann natürlich auch nicht so das richtige.

Johannes Huebl und Olivia Palermo 2015 in Zermatt @johanneshuebl

INTERVIEW: Heute morgen sprach Mario Testino im Interview davon, dass er im Leben vor allem von Neugierde angetrieben wird. Ist das für Dich auch ein wichtiger Faktor?

HUEBL:Ja, die curiosity. Ich bin sicherlich ein neugieriger Mensch und stelle viele Fragen, ich suche auch ständig nach Erklärungen im Internet – das ist vielleicht auch etwas, das ich von kleinauf schon in meiner Familie mitbekommen habe.

INTERVIEW: Einer Deiner Brüder ist ja auch Philosoph.

HUEBL: Ja, genau! Mit dem saß ich früher viel in der Küche und habe mit ihm über Gott und die Welt gesprochen. Das Fragen ist definitiv immer noch ein Antrieb.

INTERVIEW: Du selber arbeitest hauptberuflich als Model. Was aber viele nicht wissen, ist, dass Dein Herz eigentlich für die Fotografie schlägt. Wie unterschiedlich sind die kreativen Entfaltungsmöglichkeiten denn in den beiden Berufen?

HUEBL: Als Fotograf kann ich mich natürlich deutlich stärker kreativ ausleben. Das ist einfach ein sehr interessanter Weg ein Projekt anzugehen, weil man es vom Anfang bis zum Ende sieht. Ich hole mir vorher viel Inspirationen aus dem Internet, schaue bei den großen Fotografen, nach den Dingen, die mich auch beeindrucken. Gerade dieser ganze Research Process ist besonders spannend! Wenn man dann ans Set kommt, hat man schon einen ziemlich genauen Plan von dem, was man machen will.

INTERVIEW: Fotografieren ist also Deine Leidenschaft.

HUEBL: Total – wenn ich die Zeit hätte, würde ich das nur noch machen. Aber ich mache noch so viele andere Dinge, die ich alle versuche unter einen Hut zu bringen.

Das Model als Fotograf - seine eigentliche Passion (Instagram: @johanneshuebl)

INTERVIEW: Hier in Sölden bist Du ja nun als Model gebucht. Woran arbeitest Du derzeit noch?

HUEBL: An meinem nächsten Fotoshoot, der beim Coachella Festival stattfinden wird.

INTERVIEW: Wie kam es dazu?

HUEBL: Ich habe eine befreundete Stylistin und Redakteurin, die mich nach meinen Bildern gefragt hat. Dann hat sie die mitgenommen und ihrem Magazin vorgelegt. Die fanden das wohl irgendwie gut.

INTERVIEW: Und dann hast Du die Gelegenheit ergriffen.

HUEBL: Wenn jemand Dir die Möglichkeit gibt, dann musst Du Dein Talent nur noch beweisen, aber wenn man die Chance gar nicht erst bekommt, dann kann man nie zeigen, was eigentlich in Einem steckt.

Johannes Huebl: “Wenn dir jemand die Chance gibt, dann musst du nur noch beweisen, dass du es in dir hast! ”
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Johannes unterwegs auf dem Coachella Festival 2015 @johanneshuebl

INTERVIEW: Na, das ist ja eigentlich genau so ein persönlicher Moment des Durchbruchs und Glücks, wie ihn auch die Kampagne von Testino und Cîroc hier feiert.

HUEBL: Absolut… Wenn jemand aus deinem Job-Umfeld dir Respekt für deine Arbeit gibt, dann ist das doch ein tolles Kompliment. Sei das ein Foto, das du gemacht hast, einen Artikel den du geschrieben hast, oder eine Hausarbeit aus dem Studium. Ich denke gerade dann, wenn es von dir nicht erwartet wird, ist das besonders schön.

INTERVIEW: Und das war bei Dir der Fall?

HUEBL: Ja und dann ist es besonders cool, wenn man dann auch dafür die Früchte ernten kann und sein ästhetisches Werk zeigen kann.

INTERVIEW: Als Model wird man bestimmt auch schnell abgestempelt.

HUEBL: Ab und zu definitiv. Wobei das in Amerika deutlich weniger stattfindet, als in Deutschland.

INTERVIEW: Wo ist da der Unterschied?

HUEBL: In Deutschland hatte ich während meines Studiums ab und an das Gefühl  als müsste ich mich für den Model-job verteidigen und mitteilen, dass ich auch immatrikuliert bin. Aber das macht man nur, weil andere dieses Gefühl an dich herantragen, dass das Modeln nicht gut genug (für sie) ist.

INTERVIEW: Und in Amerika ist das nicht so?

HUEBL: Nein, das verflog dort total. Da fragen sie dich „Hey, what do you do? – Ah, you are a model, great, awesome – you make money, good for you!“. Und dabei geht es nicht darum, wie viel man verdient, oder ob es gerechtfertigt ist, sondern einfach nur darum, dass es gut ist, einen Job zu haben. Ich finde das ist eine sehr angenehme liberale Einstellung.

Model und Fotograf - sieht auf jeden Fall schon mal gut aus @johanneshuebl

INTERVIEW: Du bist ja sehr eng mit deiner Familie, lebst aber mit Deiner Frau in New York.

HUEBL: Durch den Job ergibt sich das ganz gut, da ich immer wieder in Europa bin. Meine Brüder leben alle in Berlin, meine Eltern in Hannover – die sehe ich regelmäßig. Insofern ist der Verbund zur Familie und zu Deutschland sehr eng.

INTERVIEW: Also bist Du nur so halb ausgewandert?

HUEBL: So könnte man das sagen. Da ich ja ungefähr alle zwei Wochen hier rüber fliege, habe ich natürlich einen Vorteil gegenüber den Auswanderern, die nur selten oder gar nicht zurück nach Hause kommen.

INTERVIEW: Keine schlechte Art, die Welt zu sehen.

HUEBL: Die Welt durch meinen Job kennenzulernen ist ein großer Luxus. Glücklicherweise habe ich mit dem Modeln angefangen, als weniger verlangt wurde. Es gab noch kein Social Media, bezahlte Ruhetage, weniger Anforderungen. Das war schon ein Luxusjob früher.

Johannes Huebl: “Die Welt durch meinen Job kennenzulernen ist ein großer Luxus. ”
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Long Distance erprobt: Olivia und Ehemann Johannes @johanneshuebl

INTERVIEW: Mario Testino ist ja nun auch schon eine wahre Größe unter den Fotografen. Ehrt einen das, wenn er zum Shooting lädt?

HUEBL: Auf jeden Fall. Natürlich kam das erst mal durch meine Agentur, aber ich fand das Projekt sofort super. Wenn eine gute Marke wie Cîroc und ein legendärer Fotograf wie Mario Testino zusammen kommen, dann kann man eigentlich schon davon ausgehen, dass da nichts schief geht. Auch das Motto: “Junge Leute, die eine Gute Zeit haben, die ihren Durchbruch feiern.” Das war ein No-Brainer für mich, da war klar: da bin ich gerne mit dabei.

INTERVIEW: Es ist ja auch eine sehr stilprägende Kampagne: phantastische Location, schöne Menschen – dieses James Bond Feeling hier oben.

HUEBL: Na klar. Testino ist aber auch einer der Fotografen, bei denen die Leute immer wirklich gut aussehen. Der hat nicht den Anreiz das Morbide oder Unästhetische hervorzukehren. Mir persönlich gefällt das viel besser!

Mario Testino und Johannes Huebl @johanneshuebl