Das war die
Mailand Fashion
Week

Bevor es zum Finale nach Paris weitergeht, sind hier die Highlights der SS18-Schauen der Fashion Week in Mailand.

Gucci

Die SS18-Show von Gucci fand im Headquarter des italienischen Modehauses statt. Die Kulisse bestand aus architektonischen Elementen längst vergangener Tage, der Runway war blau wie der Tiber, Techno-Musik und Straßenlaternen sorgten für einen urbanen Touch. „Die Kollektion weigert sich, umzublättern“, verkündete Gucci hinterher. Von Alessandro Michele ins Textile übersetzt hieß das: Disco-Jogginganzüge mit Eighties-Vibes, jede Menge Schmuck und eine Hommage an die Looks aus den Archiven von Elton John.

Fendi

Karl Lagerfeld ließ sich für die SS18-Kollektion von Fendi von italienischem Futurismus und karibischem Flair inspirieren. Eine merkwürdige Kombination, die in tropischen Farbnuancen, femininen Silhouetten und floralen Mustern visualisiert wurde. Eröffnet wurde die Show von Cindy Crawfords 16-jähriger Tochter Kaia Gerber, die erst vor einigen Tagen in New York bei Calvin Klein ihr Runway-Debüt feierte.

Vivetta

Das 2009 gegründete Label Vivetta, das seine Mode ganz und gar in Italien herstellt, brachte die Kunst von Andrey Remnev auf den Runway. Die Lieblingsmotive des russischen Künstlers waren als Prints wiederzufinden und trafen auf verschiedenste Materialien wie Brokat und Tüll, abwechslungsreiche Silhouetten zwischen oversized und hyper-feminin und auf eine weite, romantische Farbpalette.

Prada

Miuccia Prada machte in ihrer neuesten Kollektion erneut das Starkmachen der Frau zum Hauptthema – dazu kombinierte sie diesmal Mode mit Comics. Nicht nur an den Wänden der Location, auch auf den gestreiften Blusen, Trägerkleidern oder Tellerröcken auf dem Laufsteg waren Manga-Motive, gemalte Frauen von Andy Warhol und Heldinnen in Comicstrips zu sehen.

Giorgio Armani

Der 83-jährige Giorgio Armani kombinierte für den nächsten Frühling und Sommer bunte Farben und wilde Muster mit elegantem Schwarz und natürlich waren auch Looks im klassischen Grau zu sehen. „In this collection, the power of artistic gesture – free, expressive and instinctive – meets the sophisticated, linear elegance of the Armani language“, so Giorgio Armani.

Roberto Cavalli

Es war die erste Kollektion von Paul Surridge für Roberto Cavalli – und auch das allererste Mal, dass der Engländer, der eigentlich aus der Männermode kommt, Kleidung für Frauen entwarf. Für die SS18-Kolletion von Roberto Cavalli nahm er einige bekannte Elemente (Animal-Prints, Leder) wieder auf, brachte aber auch ungewohnt athletische Einflüsse ein.

Versace

Das größte Highlight der Mailand Fashion Week überhaupt war wohl der Moment, als die legendären Supermodels der 90er, Claudia Schiffer, Naomi Campbell, Cindy Crawford, Carla Bruni und Helena Christensen zum Finale bei Versace gemeinsam in goldenen Kleidern über den Laufsteg liefen. In ihrer Mitte: Designerin Donatella Versace. Die ganze Kollektion, die ein Best-of der Entwürfe der Marke aus den 80ern und 90ern war, stellte eine Hommage an ihren Bruder Gianni dar, der das Modehaus 1978 gründete und vor 20 Jahren ermordet wurde.

Jil Sander

Ein cleaner, weißer Rohbau beherbergte die SS18-Show von Jil Sander: Dort zeigte das Ehepaar Lucie und Luke Meier seine allererste Kollektion für die Marke. Und genauso puristisch wie die Location war dann auch die Mode. Weite Maxikleider, schwarze Anzüge und weiße Hemden erinnerten an den typischen Look von Jil Sander. Für Frische sorgte das neue Designerduo mit Makramee-Oberteilen und Streetwear-Details, die Luke Meier wohl aus seiner Zeit bei Supreme mitgebracht hat.