Das war die
NYFW

Der Auftakt des internationalen Mode-Monats ist vorbei: Vom 7. bis zum 13. September wurden in New York die Kollektionen für die Saison Spring/Summer 2018 gezeigt. Sechs Highlights.

Der amerikanische Traum à la Raf Simons

Die zweite Kollektion des Belgiers für Calvin Klein war seine ganz eigene Interpretation des amerikanischen Traums: Ausgedrückt in klassischen Silhouetten, bunten Farben, Nylon, Transparenz, super spitzen Schuhen, viel Leder, ein bisschen Gummi, Pullundern, Fransen, Cowboyhemden und Karos.

Helmut Lang durch die Augen von Shayne Oliver

Seitdem Helmut Lang sich dazu entschieden hat, anstatt Mode lieber Kunst zu machen, geht seine Marke einen besonderen Weg. Zum ersten Mal seit 2014 war das 1986 gegründete Label jetzt wieder Part des New Yorker Schauenkalenders – und zwar mit dem Auftakt eines ganz neuen Konzepts. Das Haus Helmut Lang verzichtet auf einen festen Kreativdirektoren, stattdessen gibt es Gastdesigner, die eine oder mehrere Saisons lang Mode für die Marke kreieren. Den Anfang machte der Gründer von Hood By Air, Shayne Oliver. Ihm ging es in der Kollektion für Frühjahr/Sommer 2018 um Sinnlichkeit, was nicht zuletzt an den vielen dekonstruierten Leder-Looks mit Fetisch-Vibes zu sehen war.

Eckhaus Latta ganz natürlich

Auch diesmal hat Eckhaus Latta es wieder geschafft, Mode ein bisschen realitätsnäher zu machen. Dass nur Nicht-Models über den Laufsteg des amerikanischen Labels liefen, war nichts Neues – allerdings waren die im achten Monat schwangere Künstlerin Maia Ruth Lee und die Tochter von Kim Gordon, Coco Gordon Moore, in der neuen Kollektion auf dem Runway zu sehen. Außerdem verlieh Eckhaus Latta der Show eine extra Portion Natürlichkeit, indem komplett auf Make-Up verzichtet wurde – stattdessen trugen die Models pflegende Tonerde-Masken in Gesicht und Haaren.

Das wohl bizarrste Interview aller Zeiten

Als Schauspieler Jim Carrey bei einer Party von Harper’s Bazaar auf eine Moderatorin von E! News traf, wurde es sehr schnell sehr merkwürdig. Der 55-Jährige war anscheinend auf ein philosophisch-existenzielles Gespräch anstatt auf eine Plauderei über Mode aus und ließ Sätze fallen wie: „Es gibt mich überhaupt nicht.“ Oder auch: „Wir bedeuten gar nichts.“ Das ganze Interview sehen Sie unten.

Motorsport bei Fenty

Nach dem Gedanken an Marie Antoinette im Fitness-Studio vor einem Jahr und dem College-Thema in der letzten Saison ging es bei Rihannas Fenty x Puma diesmal um Motorcross. So waren in der Mitte der Bühne riesige, rosane Sandberge aufgeschüttet, über die zu Beginn der Show, die Slick Woods eröffnete und Adriana Lima schloss, Biker sprangen. In der Kollektion trafen allerdings unterschiedlichste Sportarten zusammen. Natürlich ließ Rihanna es sich nicht nehmen, sich am Ende der Schau auf einem Motorrad durch die Location fahren zu lassen.

Ein stilles Ende bei Marc Jacobs

Bei Marc Jacobs gab es keine Musik, dafür jede Menge Farbe: Die Models der letzten Show der Fashion Week in New York liefen, wie schon in der vorherigen Saison, zu Stille. Nur das Finale war untermalt von Musik, dem Soundtrack des französischen Films Diva von 1981 nämlich. Die Spring/Summer-2018-Kollektion von Marc Jacobs ist farbenfroh – Inspiration zog der Designern aus dem Gedanken an eine Fantasie-Reise – und auch Sportswear-Vibes sowie Prints aus dem Archiv waren zu sehen. Außerdem trugen alle Models Tücher, Schals oder Turbane auf dem Kopf.