Premium 2017
Day 4

Der letzte Tag, der letzte Besuch auf der Premium bei einer Marke, die selbst schon in Afterhour-Stimmung ist.



„Sie liebt den Puls der Weltmetropolen, genießt es moderne Kunst und Vintage-Möbel zu sammeln und wird vom Zeitgeist inspiriert.“ So beschreibt die Marke SET ihre ideale Einkäuferin. In anderen Worten heißt das ungefähr: jung, intellektuell, erfolgreich, mit Geld.

Gegründet 2009 von der Münchnerin Maya Junger, gelang der Marke recht schnell der internationale Durchbruch. Auf dem französischen Markt trägt man die luftigen Blumenkleidchen, engen Röhrenjeans, Bikerjacken und Bohohüte mittlerweile am liebsten. Der klassische „französische Boho-Chic“ – eigentlich eine perfekte Beschreibung für die SET-Kollektionen. Auch auf der Premium zeigt man sich selbstbewusst und plakativ sexy. Zweiteres eine Eigenschaft, mit der man in Berlin übrigens klar aus der Masse sticht.

Den Lageplan der Messe müssen wir gar nicht erst herauskramen denn voila: erste Halle, erster Stand, Boom: SET steht da mit großen Lettern, großem Stand und noch größeren Hostessen. Fast ein bisschen so, als würde man einen Club betreten und dabei merken, dass man „underdressed“ ist. Das Publikum zeigt sich selektiv und sophisticated (und ob alle auch zeitgenössische Kunst sammeln, kann man schwer beurteilen). Der Stand ist jedoch schon um 10 Uhr morgens so gut besucht, dass es niemanden wundern würde, wenn man zu den Beats gleich anfängt zu tanzen. Afterhour bei SET oder so ähnlich.

Unser letztes Résumé? SET ist nicht die zugänglichste Marke fürs breite Publikum; die perfekte Imagebildung und ein cooles Kollektionssortiment beherrscht sie jedoch bravurös. Und wenn wir das nächste Mal nach Paris fahren, wollen wir zugegebenermaßen eben auch ein bisschen so aussehen

08.07.2017 | Kategorien Berlin, Event, Fashion | Tags , , , , ,