30.000 Dollar für Sneakers

Konsumenten sind heute bereit, vier- bis fünfstellige Summen für ausverkaufte Sneakers zu bezahlen. Unternehmen machen aus dem einstmals unterirdischen Wiederverkaufsmarkt nun ein großes Geschäft.

Sneaker-Fanatiker gibt es bereits seit Jahrzehnten. Doch während der Tausch und Verkauf begehrter Modelle bislang größtenteils auf Plattformen wie Ebay oder privat stattfand, hat sich der Wiederverkäufer-Markt in den letzten Jahren zu einem großen Geschäft für Unternehmen wie Stadium Goods, StockX oder GOAT entwickelt. Mit mittlerweile zwei Geschäften und einer Verkaufsfläche von mehr als 3000 Quadratmetern hat sich der New Yorker Reseller Stadium Goods unter den sogenannten „Sneakersheads“ bereits fest etabliert. Der Blick auf die Preisschilder bestätigt den Hype um die raren Exemplare: ein weißes Paar Nike Jordan 1’s von Designer Virgil Abloh verkauft sich dort statt 190 Dollar gern einmal für 2750 Dollar, die Adidas PW Human Race NMD TR vom Musiker Pharrell Williams kommen auf ungefähr 12.350 Dollar, während die grauen Nike Air Mag’s sogar auf einen Preis von circa 30.000 Dollar hochgeklettert sind.

John McPheters, der zusammen mit Jed Stiller Stadium Goods gründete, berichtet der New York Times dass „diese Entwicklung von Männern ausgeht, die lernen wie man Mode als Sport behandelt – so wie Frauen Mode schon immer behandelt haben„. Dabei spielt für den Hype-Faktor der Schuhe in erster Linie eine Rolle, von welchen Berühmtheiten sie bereits getragen wurden. Virgil Abloh, A$AP Rocky, Kanye West, Travis Scott und Jared Leto gelten hierbei als tonangebend. Auch Luxus-Großkonzerne wie LVMH (Louis Vuitton, Dior, Givenchy) erkennen das Wachstums-Potential an Unternehmen wie Stadium Goods, sie beteiligen sich seit Kurzem an ihrem Unternehmen. 

Sehen Sie sich dazu die folgende Reportage der New York Times an.