"Ich wünschte Micheal Jackson hätte
meine Mode tragen können!"

Congrats! Gerade hat William Fan das Fellowship Programm von H&M und dem Fashion Council Germany erhalten. Bevor Fan heute Abend seine neueste Kollektion für die Saison Herbst/Winter 2017 über den Laufsteg schickt, hat er uns noch einige Fragen beantwortet.

INTERVIEW: Was ist für Ihre Mode essentiell?

WILLIAM FAN: Funktionalität und Nachhaltigkeit.

INTERVIEW: Wie viele Bahnen Stoff wurden für die neue Kollektion verarbeitet?

FAN: Das ist sehr schwer zu sagen, da wir dieses Mal mit vielen unterschiedlichen Texturen und Materialien gearbeitet haben.

INTERVIEW: Was hat ihre Kollektion inspiriert?

FAN: Die aktuelle Kollektion heißt Afternoon Stories und ist eine Fortsetzung der letzten zwei Kollektionen. Die Geschichte geht weiter. Inspiriert ist die Kollektion von den regen Straßen Chinatowns. Die vielen verschiedenen Farbeindrücke der Märkte, unterschiedliche Charaktere, die an einem urbanen Schmelztigel zusammenkommen.

INTERVIEW: Gibt es eine Person, von der Sie sich wünschen, dass sie Ihre Kleidung trägt?

FAN: Ich wünschte, Micheal Jackson hätte meine Mode noch tragen können.

INTERVIEW: Skizzieren Sie die Frau/den Mann, der/die Ihre Mode tragen soll.

FAN: Meine Mode steht dafür, dass sie wirklich ausnahmslos für jeden tragbar ist. Das Design ist so ausgerichtet, dass es Differenzierungen jeglicher Form ausschließt.

INTERVIEW:  Ihr persönlicher Hass-Moment vor der Show?

FAN: Derartige Momente versuche ich zu umgehen, indem ich mich kurz vor der Show noch einmal zurückziehe und mit meinem Kernteam die Abläufe bespreche. Sie halten mir immer den Rücken frei und dafür bin ich meinem Team sehr dankbar.

INTERVIEW: Einzigartig an Berlin ist…

FAN:… natürlich die kulturelle und stilistische Vielfalt, die junge Dynamik und die damit verbundene freie Denkweise.

 

INTERVIEW: Inwiefern haben Sie sich als Designer in den letzten Jahren verändert?

FAN: Das positive Feedback der Medien und meiner Mentoren und Vorbilder aus unterschiedlichen Bereichen der kreativen Szene haben mir immer mehr das Gefühl gegeben, dass die Entscheidung, sich selbstständig zu machen richtig war. Dementsprechend sehe ich die Veränderung in der Beständigkeit der Stilsprache meiner Marke. Ich halte mich wenig an Trends, sondern fühle mich darin bestätigt, dass durch die klassischen Schnitte viel nachhaltiger gearbeitet werden kann.

INTERVIEW: Wann haben Sie zum ersten Mal Mode als solche wahrgenommen, was hat Sie fasziniert?

FAN: Ich habe mir immer gerne die Musikvideos von Michael Jackson angesehen und bereits als Kind hat mich der Ausdruck und die Dynamik, die durch Mode entstehen kann, beeindruckt. Sehr früh habe ich mit meiner Mutter gemeinsam meine eigene Garderobe geschneidert.

INTERVIEW: Wäre es für Sie vorstellbar, Ihre Show live ins Internet zu übertragen?

FAN: Natürlich. Ich finde, man sollte die Vorteile der heutigen Zeit nutzen, um Mode für jeden zugänglich zu machen.

INTERVIEW: Haben Sie eine Muse?

FAN: Nein.

INTERVIEW: Wie möchten Sie und Ihre Mode wahrgenommen werden?

FAN: Beständig.

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