Wieso hassen Sie eigentlich Mäntel,
Beth Ditto?

Gossip-Girl Beth Ditto geht unter die Modedesigner und bringt eine Plus-Size-Kollektion heraus. Ihr partner in crime ist kein Geringerer als Monsieur Jean Paul Gaultier.

INTERVIEW: Wieso entwerfen Sie neuerdings Mode?

BETH DITTO: Mir hat Kleidung gefehlt, die leicht zu tragen ist, ethisch korrekt produziert wird und eine bessere Qualität hat als die der großen Ketten. Was von denen kommt, ist meistens nicht gemacht für einen Körper wie meinen. Ich wollte etwas Verrückteres. Mein Lieblingsstück ist ein transparenter Jumpsuit aus Silberlamé. Man kann so viel daruntertragen, wie man möchte. Oder auch nicht.

INTERVIEW: Hängen Sie für die Mode Ihre Musikkarriere an den Nagel?

DITTO: Nein, ich arbeite gerade an einem Solo-Album. Es zerrt allerdings ziemlich an den Nerven, alleine eine Platte zu machen, wenn man sonst in einer Band spielt. Ein bisschen fühlt es sich an, als hätte man eine Affäre.

Beth Ditto: “Wenn ich noch einen Trenchcoat sehe, sterbe ich!”
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INTERVIEW: Für Ihre Modelinie hatten Sie Hilfe von Modegott Jean Paul Gaultier.

DITTO: Er hat aber nur ein T-Shirt-Kleid beigesteuert. Wir brauchten ein Statement Piece. Ich dachte, er schickt eine Skizze, doch er hatte gleich ein komplettes Design parat.

INTERVIEW: Sie kennen sich, weil er Sie schon mal über seinen Laufsteg geschickt hat.

DITTO: Ja, Jean Paul war total entspannt. Ich meinte: „Ich kann auf keinen Fall in hohen Schuhen laufen.“ Und er: „Trag irgendwelche, die dir passen.“ Ich bin jedenfalls froh, dass ich mein Laufstegdebüt für ihn hatte.

INTERVIEW: Macht Sie High Fashion nervös?

DITTO: Ja. Es war immer sehr schwierig, für meinen Körper ein Kleidungsstück zu finden, das kein Mantel war – die gibt es in sehr großen Größen. Deswegen war mein Outfit immer: Mantel, Gürtel, fertig. Wenn ich noch einen Trenchcoat sehe, sterbe ich! Ich trage keine Mäntel mehr – außer es ist eiskalt.

Beth Dittos Kollektion ist seit dem 15. Februar hier erhältlich.

Von: FRAUKE FENTLOH