Im Interview:
Die Berliner Sängerin Phela!

Phela hat gerade ihr Debütalbum Seite 24 veröffentlicht. Kurz vor dem Release trafen wir die junge Sängerin zum Interview und sprachen mit ihr über die Schwierigkeiten deutscher Popmusik, ihre Kindheit auf einem Fluxus-Bauernhof in Bayern und Adrenalinstöße auf der Bühne.

INTERVIEW: Wie fühlt es sich an, das erste Album herauszubringen?

PHELA: Das schoss mir gestern das erste Mal in den Kopf, als ich draußen auf dem Balkon stand. In den letzten Tagen und Wochen war einfach viel los, da habe ich gar nicht so oft darüber nachgedacht. Aber eigentlich ist es verrückt, weil ich die letzten zwei Jahre einfach permanent daran gearbeitet habe. Und jetzt ist es wie ein Wimpernschlag. Zack, und da ist es. Ich freu mich einfach krass drauf.

INTERVIEW: Wie war das für Sie, als fest stand, dass es ein ganzes Album geben wird?

PHELA: Das war nicht von Anfang an geplant. Damals, als ich meine Produzenten kennengelernt habe, war eigentlich der Plan, dass wir nur ein paar Songs aufnehmen. Wir hatten nicht das Ziel, dass es ein Album wird. Ich hatte nur zwei, drei Songs damals und spielte hauptsächlich Geige. Ich glaube es war ganz gut, dass ich es noch nicht wusste – das hätte wahrscheinlich großen Druck aufgebaut. So war es ein Prozess, wir hatten viel Zeit. Ich konnte mich ganz langsam darauf vorbereiten. Auch auf das Songschreiben. Sich als Sängerin zu fühlen hat erst im Studio begonnen.

INTERVIEW: Waren Sie schon immer eines dieser Kinder, das unbedingt Musik machen wollte?

PHELA: Absolut. Immer schon Musik. Ich wusste nur noch nicht, dass ich Sängerin werde.

INTERVIEW: Das hat sich also erst später herausgestellt?

PHELA: Genau, das kam erst später dazu. Ich war eher ein zurückhaltendes Kind. Ich wollte meine ältere Schwester immer unbedingt am Klavier begleiten, ich habe damals schon Geige gespielt mit vier Jahren. Es gibt diverse Familienvideos, wo ich ganz schüchtern da stehe und spiele – ich hätte mich nie getraut nach vorn zu gehen und zu singen. Ich war keine Rampensau. Bei mir hat sich erst später herauskristallisiert, dass ich das möchte. Ich bin froh, dass ich da nicht geschubst wurde, sondern sich das ganz natürlich entwickeln konnte.

INTERVIEW: Wie würden Sie ihr Album Seite 24 in drei Worten beschreiben?

PHELA: Es ist auf jeden Fall sehr ehrlich, melancholisch und ich hoffe auch optimistisch. Das war mir sehr wichtig, weil ich auch viele traurige Themen anspreche oder verarbeite. Ich wollte nicht dass es weinerlich klingt, sondern, dass man bei allem, was man erlebt hat, auch wieder nach vorne schaut. Das waren jetzt mehr als drei Worte. (lacht)

INTERVIEW: Warum singen Sie auf Deutsch?

PHELA: Das war eine ganz praktisch-pragmatische Entscheidung. Meine erster Song, mit 16 oder 17, war auf Englisch. Ich habe immer viel englischsprachige Musik gehört: Bob Dylan, Neil Young und Jimi Hendrix zum Beispiel. Ich dachte damals, wenn man einen Song schreibt, dann muss der auf Englisch sein – ganz klar. Dann habe ich festgestellt, dass es schlechtes Englisch war und ich mich gar nicht richtig ausdrücken konnte. Da stand für mich fest: wenn ich ehrliche Geschichten erzählen will, dann muss es in der Sprache sein, die ich lebe. Deswegen Deutsch, es ist die Sprache in der ich denke. Das macht total Sinn für mich, es ist authentisch. Obwohl ich auch nichts dagegen hätte irgendwann einmal etwas auf Englisch oder Französisch zu schreiben.

INTERVIEW: Eine Liebeserklärung an die deutsche Sprache also?

PHELA: Absolut. Ich denke wir leben nicht mehr in einer Zeit, in der das Deutsche als sperrig gilt. Das haben wir hinter uns.

Phela: “Ich denke wir leben nicht mehr in einer Zeit, in der das Deutsche als sperrig gilt. Das haben wir hinter uns.”
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INTERVIEW: Aber warum meinen Sie, hat es deutschsprachige Pop-Musik dennoch oft so schwer?

PHELA: Vielleicht sind die Deutschen beim Schreiben einfach ein wenig melancholischer. Ich weiß es nicht. Aber ich denke, es gibt da schon Unterschiede, je nachdem in welche Richtung man guckt. Wir sind Helden sind ja auch nicht nur schwer gewesen. Die haben es geschafft einen total positiven Switch mit da rein zu bringen und trotzdem Themen anzusprechen, die nicht Larifari sind. Sie transportieren etwas Heiteres. Ich glaube also schon, dass wir das können. Vielleicht müssen wir einfach noch ein bisschen üben.

INTERVIEW: Hören Sie ihre eigene Musik?

PHELA: Überhaupt nicht oft, muss ich sagen. Das mache ich aber absichtlich nicht. Wenn ich auf die Bühne gehe und meine Songs singe, dann will ich die nicht schon vorher gehört haben, sondern ich will sie ganz frisch aus einem Gefühl heraus spielen. Mir wäre es auch ein bisschen zu arrogant irgendwie. Es gibt so viel tolle Musik. Ich höre dann lieber alles Mögliche.

INTERVIEW: Und Sie stehen musikalisch auf alte Schinken?

PHELA: Total.

INTERVIEW: Was hören Sie noch?

PHELA: Ich höre viel Sophie Hunger, sehr viel Leonard Cohen, auch so etwas wie Angus and Juli Stone natürlich oder Zaz. Aber auch viele deutsche Bands wie Element of Crime, Nils Frevert, Sven Regener oder Kid Kopphausen. Eigentlich ganz verschieden. Aber gern mit Texten, die eine Geschichte erzählen. Ich bin jetzt nicht so der Elektro-Fan. Wobei ich natürlich auch gern tanzen gehe.

INTERVIEW: Da kommt man in Berlin ja schlecht drum herum, oder?

PHELA: Stimmt. Aber ich bin nicht jemand, der jedes Wochenende tanzen geht, nur ab und zu.

INTERVIEW: Und dann darf es auch Techno sein?

PHELA: Ja, sehr gern. Reggae wäre da nicht so mein Ding. Wenn tanzen, dann muss es schon Elektro sein.

INTERVIEW: Live spielen Sie ihre Geige nicht so, wie man eine Geige normalerweise spielen würde. Sie zupfen sie mehr wie eine Gitarre. Wie sind Sie darauf gekommen? Ist das ihre Eigenart?

PHELA: Würde ich schon so sagen. Ich spiele ja schon lange klassisch Geige. Ich hatte während der Aufnahmen zum Album überhaupt nicht geplant, dass ich auf der Bühne auch verwende, was ich schon kann. Ich dachte zuerst, dass ich die Geige echt nicht bringen kann. Irgendwann habe ich bei den Bandproben mit den Jungs einfach ein bisschen dazu gezupft und dachte mir noch, dass es eigentlich ganz cool wäre. Danach habe ich versucht während des Streichens zu singen. So kam das nach und nach – es war wie eine kleine Entdeckung. Und wir haben so eine Klangfarbe mehr, denn ich habe ja auch einen Cellisten dabei. Es hört sich schön an, wenn wir etwas zweistimmig spielen. Ich mag diese Streicher-Sounds generell einfach total gerne. Ich habe das Gefühl, dass das gut zu meinem Songs passt. Dadurch schwingt etwas ganz Besonderes mit in die Songs rein. Und das brauche ich.

INTERVIEW: Sie funktionieren ein sehr traditionelles Instrument im Prinzip um, richtig?

PHELA: Ja, genau. Das könnte man so sagen.

INTERVIEW: Mir ist aufgefallen, dass Sie barfuß auftreten. Warum das?

PHELA: Sehr gut. (lacht) Ja, das mache ich gern. Ganz am Anfang bin ich immer mit höheren Schuhen aufgetreten. Ich habe dann aber relativ schnell gemerkt, dass man da keinen guten Stand hat. Ich habe das dann zum Spaß mal im Winter barfuß ausprobiert. War zwar ein bisschen kalt, aber ich hatte einen guten Stand. Ich fühle mich dadurch sicherer. Und deshalb macht es mir Spaß.

INTERVIEW: Ich habe gelesen, dass Sie einmal ein Klavier mit weißer Farbe überschüttet haben. Wieso haben Sie das gemacht?

PHELA: Ja, das ist richtig. Das war für das Video zu Lavendel. Den Song habe ich geschrieben und aufgenommen, kurz bevor ich Hannover verlassen habe. Ich hatte von einem Freund ein altes, ziemlich kaputtes Klavier geschenkt bekommen. Das stand in meiner Wohnung, bis ich irgendwann dann umziehen musste. Es war klar, dass ich das nicht mitnehmen kann, weil mein erstes Zimmer in Berlin nur ein paar Quadratmeter groß war. Niemand wollte das Klavier haben. Naja, da hatte ich Idee, das Ding für das Video zu Lavendel zu nutzen und habe es mit ein paar Freunden rausgeschleppt. Das war allerdings nicht so easy, weil wir es aus dem 3.Stock tragen mussten. In Hannover gibt es eine alte Pferderennbahn und es lag total hoher Schnee. Ich fand die Idee toll, das Klavier einfach in den Schnee zu stellen. Mir gefiel das Bild für diesen Song. Zusätzlich hatte ich dann noch weiße Farbe besorgt.

INTERVIEW: Und die haben Sie dann einfach über das Klavier geschüttet?

PHELA: Ja. Ich hatte überhaupt nicht daran gedacht wie viele Menschen dann auf mich losgehen würden und mich für wahnsinnig erklärt haben, weil ich das gemacht habe. Mir ging es einfach nur um dieses Bild. Für mich hatte das ganze etwas von einem Abschied. Ich habe es fotografiert und allein schon durch das Video auch in gewisser Weise gewürdigt. Denn den Song gab es nur wegen des Klaviers. Für mich hatte das überhaupt nichts mit Kaputtmachen zu tun. Aber manchmal kann man das nicht so genau erklären, auf welche Ideen man so kommt. (lacht)

INTERVIEW: Wenn man es ganz poetisch deutet, stand die Aktion also auch für einen Neuanfang?

PHELA: Absolut. In dem Song geht es auch darum, dass man etwas bereinigen will. Dass man mit einem Kapitel abschließt. Die Farbe Weiß passt schon ganz gut dazu.

INTERVIEW: Man hört, Sie seien auf einem Fluxus-Bauernhof aufgewachsen. Was kann man sich darunter vorstellen?

PHELA: Das war einfach ein alter Bauernhof, den mein Vater gekauft hat, als er noch jünger war. Es gab keine Tiere bei uns, nur ein Hund und zwei Katzen. Ansonsten war das einfach ein riesiger, freistehender Hof, wo mein Vater seine Kunst stehen hatte. Er war Musiker und Künstler. Es gab dort also ganz viele Skulpturen, Bilder und viele Instrumente. Er spielt Percussion, Marimbaphon und alles Mögliche. Der Hof war einfach eine große Spielwiese auf dem Land. Da war so alles Mögliche los. Ganz viele Künstlerfreunde von meinen Papa sind bei uns ein und aus gegangen.

INTERVIEW: Mochten Sie das Landleben?

PHELA: Inzwischen spüre ich immer mehr, dass es besonders war. Damals war es für uns Kinder irgendwie normal, weil wir es ja nicht anders gewohnt waren. Wir sind mit meinem Vater viel auf Konzerte und Vernissagen gegangen und abends auf dem Arm von irgendjemandem im Publikum eingeschlafen, während er nachts sein Konzert gespielt hat. Es war eine lockere, unkomplizierte Stimmung. Es ist echt schön für ein Kind so aufzuwachsen.

INTERVIEW: Sind Sie insgeheim auch ein bisschen Hippie?

PHELA: Das ist eine gute Frage. Ich bin ein total naturverbundener Mensch, ja. Aber als Hippie würde ich mich dennoch nicht bezeichnen. Ich lebe halt nicht irgendwo im Zelt oder so. Ich glaube da nehme ich den Begriff Hippie schon sehr ernst. Ich gehe hingegen auch mal einkaufen und verreise gern – all diese Sachen eben. Vielleicht im nächsten Leben.

INTERVIEW: Sie sagen auf dem Hof war viel Kunst um sie herum. Interessieren Sie sich auch für Kunst?

PHELA: Ja schon, aber erst seit ein paar Jahren eigentlich. Als Kind eher nicht. Bis ich so sechzehn, siebzehn Jahre alt war, hat mich das alles sehr genervt. Ich war nicht sehr interessiert daran. Als Kind fand ich es langweilig, wenn Künstlerfreunde zu Besuch kamen und stundenlang nur Kunst besprochen haben. Aber seit ein paar Jahren wird es immer spannender für mich. Ich lerne jetzt auch die Kunst meines Vaters immer besser kennen. Das ist total spannend. Ich bin froh, dass mein Vater nie gesagt hat, dass wir in die künstlerische Richtung gehen müssen – wir durften uns da frei entfalten. Und ich denke daher kam das Interesse dann irgendwann ganz natürlich, weil es nicht unter Druck entstanden ist.

INTERVIEW: Und für welche Art Kunst begeistern Sie sich?

PHELA: Ich bin sehr an Fotografie interessiert. Ich wollte sogar mal Fotografin werden. Ich bin immer mal wieder am fotografieren, speziell seit ein paar Monaten wieder. Das ist neben der Musik und dem Schreiben auf jeden Fall eine große Leidenschaft.

INTERVIEW: Und was sind ihre Motive?

PHELA: Menschen, ganz viel Menschen. Ich liebe Portraits. Aber ich suche nach wie vor nach der perfekten Kamera, da ich eine sehr spontane Fotografin bin. Mir ist es wichtig, dass ich unbemerkt fotografieren kann, am liebsten mit dem iPhone heimlich im Zug oder so, wo ich aus verschiedenen Blickwinkeln ganz spontan knipsen kann.

INTERVIEW: Sie haben in Bayern gelebt, in Hannover und jetzt Berlin. Was gefällt ihn am besten? Und warum?

PHELA: Alles. Es ist eine Mischung aus allem.

INTERVIEW: Sind Auszeiten auf dem Land wichtig für sie?

PHELA: Ich war jetzt schon länger nicht mehr unterwegs, aber ich fahre gern aufs Land, wenn ich Zeit habe. Ich bin dann aber meistens auch nicht länger als ein, zwei Wochen dort, weil es mir dann auch wieder reicht. Ich vermisse den Trubel dann auch wieder schnell. Ich bin gerade vor ein paar Tagen umgezogen, nachdem ich ein paar Jahre in Neukölln gewohnt habe. Jetzt bin ich in den Norden hoch nach Pankow gezogen, weil wir da einen grünen Park um die Ecke haben. Das war wirklich ein Beweggrund für mich.

Phela: “Ich glaube wirklich daran und bin der vollen Überzeugung, dass man nichts bereuen muss.”
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INTERVIEW: Gibt es irgendwelche Jugendsünden?

PHELA: Musikalisch würde mir da zunächst nur einfallen, dass ich ganz viel Hip Hop gehört habe als Kind.

INTERVIEW: Das würden Sie schon als Jugendsünde bezeichnen?

PHELA: Naja, das waren schon ziemlich schräge Rapper.

INTERVIEW: Wer zum Beispiel?

PHELA: Nelly zum Beispiel, der mit dem Pflaster im Gesicht. Aber Jugendsünden? Da wird’s bei mir eher langweilig oder pathetisch. Aber ich bin jemand, der wirklich daran glaubt und der vollen Überzeugung ist, dass man nichts bereuen muss. Ich habe bestimmt schon viel Blödsinn gemacht, aber es war alles total in Ordnung im Nachhinein. (lacht)

INTERVIEW: Worauf sind Sie richtig stolz?

PHELA: Ich glaube auf das Album kann ich schon stolz sein. Ich bin gerade sehr glücklich wie alles läuft, wie sich alles immer mehr entwickelt und immer mehr Konzerte dazu kommen. Das macht mich zumindest sehr froh – ob es Stolz ist, weiß ich nicht so richtig. Ich merke, dass ich viel grinse und sehr happy bin. Und wenn das Stolz ist, dann ist es das, wie es grad läuft.

INTERVIEW: Es geht mit Philipp Poisel auf Tour. Was kann man von ihren Konzerten erwarten?

PHELA: Man kann erwarten, dass es immer ein bisschen anders ist, weil wir keine feste Setlist haben. Mir ist es ganz wichtig, dass ich erst kurz vor dem Konzert mit den Jungs bequatsche, was wir spielen. Ich möchte dass wir das nach Gefühl entscheiden, je nachdem wie wir so drauf sind. Mal leise, mal laut. Es wird spannend sein. Dynamisch passiert viel. Es gibt Stücke, da spielen wir nur zu zweit, dann kommt wiederum die ganze Band dazu. Ich denke, man guckt da vielleicht gerne zu oder so. Hoffe ich.

INTERVIEW: Sie wachsen gerade in eine neue Rolle. Gibt es schon etwas, was Ihnen daran nicht gefällt?

PHELA: Ich habe ein paar Freunde, die das auch schon seit vielen Jahren machen, selber viel erzählen und mich oft dasselbe gefragt haben. Aber ehrlich gesagt bin ich da noch zu frisch in dem Ganzen, um negative Erfahrungen gesammelt haben zu können. Generell ist alles noch sehr aufregend gerade. Wenn es etwas gibt, dass mir tendenziell schon aufgefallen ist, dann ist es, dass ich merke, dass man eine Projektionsfläche wird für das Publikum. Und dass Menschen ganz viel auf einen übertragen möchten. Das empfinde ich aber nicht als negativ. Man muss sich nur darüber bewusst werden, dass es nicht um einen selbst geht. Das ist manchmal ein bisschen schwierig, weil ich eben total echt bin auf der Bühne und alles gebe, was ich habe und bin. Ich spiele da keine Rolle. Insofern mache ich mich total verwundbar. Ich bin gespannt wie sich das weiter entwickelt. Aber ich habe keine Angst davor. Ich liebe den Kontakt zu Menschen. Bisher ist mir noch nichts passiert, was mich dazu veranlasst hätte eine Grenze ziehen zu müssen.

INTERVIEW: Und was ist das Allerschönste am Musikerdasein?

PHELA: Das Schönste ist tatsächlich, wenn es wächst. Neulich haben wir für Andreas Bourani Support gespielt im Stadtpark. Das war echt mit Abstand das krasseste Adrenalingefühl, das ich seit Monaten hatte. Eine gute Freundin von mir war dabei und hat als Kamerafrau die letzten Sekunden, bevor ich auf die Bühne gehe, gefilmt. Meine Band fängt schon an auf der Bühne zu spielen und ich warte noch davor. Dann geht der Song los – wir haben mit Wieder alleine angefangen – und sie hat meinen Gesichtsausdruck gefilmt. Deswegen weiß ich das so genau. Es war total krass für mich im Nachhinein zu sehen, wie mir das Adrenalin förmlich ins Gesicht schießt, wie es los geht, diese volle Konzentration und diese Freude. Dann haben die Leute bei Zurück nach Damals plötzlich angefangen mit zu klatschen. Es kommt so viel Energie vom Publikum rüber. Das ist einfach das Schönste für mich. Ich bin einfach ein Live-Künstler, ich habe Bock zu spielen und gebe sehr viel und freu mich halt, wenn dementsprechend auch etwas zurückkommt. Das wächst irgendwie alles gerade und pumpt mich voll mit Glücksgefühlen, die einen auch Wochen nach den Konzerten noch tragen.

INTERVIEW: Adrenalin ist eine krasse Droge?

PHELA: Auf jeden Fall.

Phela: “Ich bin vollgepumpt mit Glücksgefühlen, die mich auch Wochen nach den Konzerten noch tragen.

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Seite 24 von Phela wurde bei Columbia/Sony Music veröffentlicht.

Von: Insa Grüning

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