Smalltalk: Schowi

DJ Schowi, Foto: Maximilian Kamps

Interview: Schowi, in Berlin gab es vor kurzem die Eröffnung eines neuen Clubs zu feiern.

Schowi: Ja, und zwar in einer Gegend, in der es eigentlich keine Clubs mehr gibt, nämlich in Mitte. Rund um den Rosenthaler Platz und die Torstraße gibt es zwar jede Menge Bars, aber die Clubs wurden inzwischen alle geschlossen.

Interview: Wieso?

Schowi: Weil es die Zielgruppe, an die sich die Clubs richteten, dort nicht mehr gibt.

Interview: Ist die Zielgruppe fortgezogen?

Schowi: Nein, sie ist einfach ein bisschen älter geworden. Und mit dem Alter verändern sich die Ansprüche.

Interview: Inwiefern?

Schowi: Na ja, dass in Mitte die Ansprüche gestiegen sind, sieht man ja schon an der Gastronomie, an den Klamottenläden und Hotels. Man sieht es im Grunde an allem. Ich mag improvisierte Pop-up-Clubs, wie sie etwa für Neukölln passend sind, aber ich will nicht immer aufpassen, wo ich mich hinsetze, ohne dreckig zu werden. Ich mag gute Drinks, gute DJs, gute Luft. Was nicht heißt, dass es dort gediegen zugehen muss. Der Club ist für Leute wie mich.

Interview: Wie muss man sich die Musik vorstellen?

Schowi: Das ist unterschiedlich. Die Klammer ist Soul, Funk, Disco und auch House. Aber ein reiner House-Club wird es nicht, davon gibt es ja schon viele in Berlin. Leute wie Jazzanova, San Gabriel, Filippo „Naughty“ Moscatello und ich werden die einzelnen Partys hosten. Wir legen auf jeden Fall Wert darauf, dass es gute DJs sind.

INTERVIEW: Der Club ist also schon als richtiger Club-Club gedacht und nicht als Bar mit professioneller Beschallung?

Schowi: Beides. Man denke an das Le Baron in Paris. Der Unterschied zu anderen Berliner Clubs ist vor allem, dass man da auch mal für zwei, drei Stunden feiern und dann wieder nach Hause gehen kann und nicht gleich 15 Stunden einplanen muss und noch einen weiteren Tag zum Erholen. Wobei gegen Exzesse natürlich nichts spricht. Nur hat man dafür ja nicht immer die Zeit.

INTERVIEW: Wie heißt der Club überhaupt?

Schowi: Dean.

INTERVIEW: Warum?

Schowi: Ich habe absolut keine Ahnung.

INTERVIEW: Warum könnte er denn so heißen?

Schowi: Ich dachte wegen James Dean.

INTERVIEW: Echt? Ich dachte an Dean Martin.

Schowi: Wahrscheinlich haben die Betreiber an beide gedacht. Damit wäre ja ein gutes Spektrum abgedeckt.

Die Party von Augustin Teboul findet heute Abend ab 21h statt. Morgen Abend feiert INTERVIEW gemeinsam mit Lala Berlin und am Donnerstag, den 15. Januar mit Vladimir Karaleev. 

Schowi präsentiert jeden ersten Samstag im Monat seine „Genius of Love“-Party im Dean.

Das Dean ist in der Rosenthaler Str. 9, 10119 Berlin.

 

- Harald Peters

14.01.2014 | Kategorien Interviews, Musik | Tags , ,

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