Absurde Fantasie als Fotografie:
Thomas Roussets "Prabérians" 

Foto: Thomas Rousset

Schon Albert Einstein wusste: "Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt". Dieses Mantra scheint auch der französische Fotograf Thomas Rousset zu befolgen und lässt uns mit seiner Fotoreihe "Prabérians" in (s)eine absurde Fantasie eintauchen.

Rousset gehört zu den derzeit spannendsten zeitgenössischen Fotografen, die fiktionale Realitäten erschaffen und uns in eine Welt mitnehmen, die so nur in ihrem Kopf existiert. "Prabérians" war von seiner Heimatstadt nahe Grenoble inspiriert und stellt eine fiktive, ländliche Gemeinde dar, die raumzeitlich vollkommen verloren ist und in der das Surreale ganz normal erscheint. Normal ist dort auch Schmuck aus Moët Kronkorken, Baumstumpen mit Beil als Kopfbedeckung oder Wassermelonen, die mit eingeritzten, heidnischen Motiven verziert sind. Bizarr und willkürlich erschient das Ganze - ebenso wie das eigene Leben, wenn man es wie Rousset aus einer anderen Perspektive betrachtet. 

"I loved playing on the boundaries between documentary and fiction, I wanted to create a sort of fake documentary chronicling the daily life of a community that may have existed in some country and in which I would have created for several years as a field reporter. I liked the idea that the viewer wonders if such places or characters really exist or not [...]." (Thomas Rousset)

Fotos: Thomas Rousset

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