Das POLAROID Projekt

Künstlerinnen und Künstler haben mit dem Sofortbild Fotogeschichte geschrieben und die Ästhetik einer ganzen Ära geprägt. Andy Warhol allen voran, er liebte das Polaroid. Eine Ausstellung im C/O Berlin rückt das Polaroid in den Mittelpunkt.

 

Andy Warhol, Andy About to Sneeze, 1978, Polaroid SX-70 Andy Warhol Artwork © The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc./Artists Rights Society (ARS), New York, Courtesy Fotosammlung OstLicht
Guy Bourdin, Charles Jourdan 1978, C-Print, 88,9 x 116,8 cm © The Guy Bourdin Estate 2017 / Courtesy of Louise Alexander Gallery

Andy Warhol und das Polaroid sind untrennbar verbunden. In Zeiten vor dem Internet und der digitalen Flut von Fotos via Instagram, gab es das Polaroid. Das Sofortbild, das den einen Moment für die Nachwelt festhalten konnte. Hätte es damals bereits Social-Media gegeben, Andy Warhol hätte mit Sicherheit täglich Fotos gepostet und viele Follower gehabt. Sein elitärer Freundeskreis der Kunst- und Fashionszene wurde von ihm in einzigartigen Polaroids abgelichtet, ein Foto-Tagebuch in Zeiten vor der digitalen Welt: “There’s something about the camera that makes the person look just right.“, so Warhol. In unendlich vielen Aufnahmen hielt der Pop-Art-Künstler einmalige Szenen und Stars fest, sich selbst inklusive. Zahlreiche Polaroids zeigen Warhol in der Selbstinszenierung. Im C/O Berlin wird das Polaroid derzeit in der Ausstellung „Das Polaroid Projekt“ in den Mittelpunkt gerückt. Die Ausstellung umfasst 250 Bilder aus den USA und Europa mit Werken von Andy Warhol, Guy Bourdin,  Nobuyoshi Araki, Sibylle Bergemann, Barbara Crane, Robert Mapplethorpe und vielen weiteren Künstler/innen. Das Phänomen Polaroid wird beleuchtet und in seiner ganzen Vielfalt dargestellt. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit der Foundation for the Exhibition of Photography, Minneapolis/New York/Paris/Lausanne, dem MIT Museum, Cambrigde, Massachusetts, und WestLicht: Schauplatz für Fotografie, Wien und C/O Berlin organisiert. Kuratiert von Deborah G. Douglas, William A. Ewing, Barbara P. Hitchcock, Rebekka Reuter sowie Gary Van Zante und für Berlin neu zusammengestellt von Ann-Christin Bertrand.

C/O BERLIN  

„Das Polaroid Projekt“

TÄGLICH / DAILY 11:00–20:00, Eintritt 10/6 Euro

07/07/18 bis 23/09/18

Öffentliche Führungen
Samstag und Sonntag 14 Uhr, 16 Uhr (deutsch) und 18 Uhr (englisch)

HARDENBERGSTR. 22–24, 10623 BERLIN

Anna und Bernhard Blume, ohne Titel, 1986 © Anna Blume / Courtesy die Künstlerin und Peter Freeman, Inc. New York / Paris
Barbara Crane, Private Views, 1981, Polaroid 4x5 Polacolor Type 58 © Barbara Crane / Courtesy Fotosammlung OstLicht