Es gibt Fotos, die fast jeder kennt – John Malkovich hat sie nachgestellt

Sandro Miller, Pierre et Gilles / Jean Paul Gaultier (1990), 2014

Moment mal, da stimmt was nicht… John Malkovich schlüpft für eine Ausstellung in Fotografien, die Geschichte schrieben.

Was ist eigentlich verrückter: Die Idee für das Foto-Projekt Malkovich, Malkovich, Malkovich –  oder die Tatsache, dass der Schauspieler mit seiner Zusage keinen Moment zögerte? Fotograf Sandro Miller hat einige der berühmtesten Porträts der vergangenen Jahrzehnte neu inszeniert  – und jedes Mal ist es John Malkovich, der in die Rolle von Stars, Künstlern oder historischen Persönlichkeiten schlüpft. Von Albert Einstein über Winston Churchill bis John Lennon, Andy Warhol und Marilyn Monroe.

Miller und Malkovich hatten sich Ende der 90er bei Fotoaufnahmen kennengelernt und es entstand eine Freundschaft. 2013 hat Sandro die Idee zu dem gemeinsamen Projekt. Er will Bilder zitieren und reaktiviren, die seine eigene Arbeit nachhaltig geprägt hatten. Irving Penns Fotgrafie von Truman Capote; Bert Sterns Porträts von Marilyn Monroe; Dorothea Langes Bild einer Migrantin; Robert Mapplethorpes Selbstporträt mit Kanone oder Annie Leibovitz legendäres Bild von John Lennon und Yoko Ono, der Imker von Richard Avedon. Malkovich gefällt die Idee der Verwandliung.

Er schlüpft in die ikonischen Motive wie ein Chamäleon und bleibt trotzdem sichtbar. Sandro Miller über Malkovich: “John is the most brilliant, prolific person I know. His genius is unparalleled. I can suggest a mood or an idea and within moments, he literally morphs into the character right in front of my eyes. He is so trusting of my work and our process… I’m truly blessed to have him as my friend and collaborator.”

Ab 7. November 2014 wird die Bildreihe in der Edelman Gallery in Chicago erstmals ausgestellt.