Meryl Meisler

Zwischen kleinbürgerlicher Vorstadtidylle und urbaner-Club Kultur: Meryl Meisler fotografierte das amerikanische Leben der 70er und 80er Jahre.

Meryl Meisler Self-Portrait, A Falling Star North Massapequa, NY, January 1975

Die Steven Kasher Galllery widmet der Fotografin Meryl Meisler zur Zeit eine eigene Ausstellung in New York. Meisler, die in den 70er Jahren zu fotografieren begann, porträtierte mit Vorliebe Menschen. Auf Motivsuche begab sich die Fotografin dabei in kleinbürgerliche Vorstädte ebenso wie in das pulsierende Nachtleben der Stadt.

Inspiriert von Größen wie Jacques Henri Lartique, Brassai oder Diane Arbus, die schon 1972 eine große Retrospektive am MoMA New York erhielt, orientierte sich die damals erst Anfang 20-jährige an der angesagten Snapshot-Ästhetik. Roh, spontan und unperfekt vermitteln die Fotografien einen lebhaften und sprunghaften Ausschnitt ihres Lebens – wie ein Tagebuch, dessen Geschichten sich irgendwo zwischen Disco, Drag Queens und einem familiären Leben in ihrer Heimatstadt Massapequa in Long Island abspielen.

Auch zu sehen: Frühe Selbstporträts von Meisler, in denen sie mal Pfadfinderin, mal als Ballerina posiert. Dokumente kindlicher Rollenspiele mit wechselnden Identitäten. Ihre Bilder geben der Ausgelassenheit und dem Lebensgefühl der Siebziger ein Gesicht – ob Protagonisten der legendären Disco-Ära in New York, das Leben auf der Straße oder die Hausfrauen in den kitschig anmutenden Kulissen der Vororte.

Meryl Meisler

bis 9. April 2016

Steven Kasher Gallery, New York

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