Die unbekannten Tagebücher des JEAN-MICHEL BASQUIAT

Jean-Michel Basquiat, 1982, fotografiert von Andy Warhol

Das New Yorker Brooklyn Museum zeigt momentan eine Auswahl der bislang unveröffentlichten Notizbücher des Jean-Michel Basquiat. Doch wer war Basquiat eigentlich genau? Zeit für eine kurze Retrospektive.

Das New York der 80er Jahre gilt bis heute als das berauschende Zentrum einer avantgardistischen Musik, Kunst- und Modeszene, die mit ihrer liberalen Drogenpolitik und einem exzessiven Lifestyle schillernde Persönlichkeiten aus der ganzen Welt anzog. Unter all den Musikern, Schauspielern und Künstlern, die in diesen Jahren dem Ruf des lebhaften Melting Pots folgten, gab es einen Künstler, dessen Leben und Werk von einer außergewöhnlichen Brillanz, Intensität und Kurzweiligkeit bestimmt war: Jean-Michel Basquiat.

Der 1960 in Brooklyn geborene Jean-Michel wuchs mit seiner aus Puerto Rico stammenden Mutter und seinem Haitianischen Vater in Brooklyn auf. Obwohl Basquiat später gerne den Eindruck vermittelte, dass er aus dem Ghetto stammte, gehörten seine Eltern tatsächlich einer gut verdienenden Mittelschicht an. “Jean-Michel, for some reason, liked to give the impression that he grew up in the ghetto”, erzählt sein Vater, Gérard Basquiat, in einem Interview mit der Vanity Fair 1988. Die Eltern ermöglichen ihrem Sohn und seinen beiden Schwestern früh den Zugang zu Kunst und Kultur und schicken Jean-Michel auf eine katholische Privatschule. Seinen Sohn beschreibt Gerard Basquiat als einen sehr rebellischen Jungen, der mit 17 von zu Hause wegläuft, um alleine nach Manhattan zu ziehen. Freunde Basquiats berichten wiederum von einem schwierigen Verhältnis zwischen Sohn und sehr strengem Vater, dass zeitlebens davon geprägt war, dass Basquiat vergeblich um die Anerkennung seines Vaters kämpfte.

SAMO Graffiti, 1981
Jean Michel Basquiat: Anti-Baseball Card Product, ca. 1979 - Damals verkaufte Basquiat diese für einen Dollar pro Stück auf den Straßen New Yorks. 2015 liegt der geschätzte Auktionswert bei ca. 15.000 US Dollar

Basquiat, der schon seit Kindheitstagen unaufhörlich gezeichnet und gemalt hatte, zieht es Mitte der 70er auf die Straßen New Yorks. Dort begründet er mit seinem Schulfreund Al Diaz in den Jahren von 1976 – 1979 eine eigene Graffitikultur, für die sie das Pseudonym SAMO wählen, welches als Abkürzung für „the same old shit“ steht. Zu dieser Zeit ist Basquiat, dem ein außerordentliches Talent dafür nachgesagt wird, sich zur richtigen Zeit in den richtigen Kreisen zu platzieren, des öfteren zu Gast in der öffentlichen Underground TV-Sendung  „TV Party“. Hier wird er anfänglich als Graffiti-Legende New Yorks interviewt und lernt über die Show, die unter anderem von dem Blondie Gitarristen Chris Stein gegründet worden war, auch „Blondie“ Debbie Harry kennen. Chris Stein beschreibt das Phänomen Basquiat rückblickend folgendermaßen: „Jean was very groovy. […] Nobody really saw him coming – he had such a metamorphosis from street artist into becoming someone so famous.“ (Chris Stein / Negative: Me, Blondie, and the Advent of Punk“, New York, 2014.)

Ende der 70er will Basquiat weg von der Streetart. Schon bald verkünden Graffits auf den New Yorker Straßen „SAMO’s dead“. Kunst ist nun seine oberste Priorität, für jede andere Form von Arbeit empfindet er sich als unzulänglich. Seine damalige Freundin und Mitbewohnerin Suzanne Mallouk erzählt in einem Interview, wie Basquiat von einem Handwerksjob zurückgekommen sei – am Boden zerstört. „He came home, crying. And he said „I really want to help you with the rent, but I just can’t be humiliated this way. She treated me like a slave and I can’t do this.“ Die beiden treffen eine Abmachung, derer nach Mallouk die Miete verdient, während er malen und zeichnen kann. Aus Mangel an Geld für Material nutzt Basquiat hierfür alle Gegenstände die er im Alltag findet: Türen, Fenster, Wände, sowie Bücher, Baseballkarten und Fotokopien, die sogennante „Xeroxes“, die er für wenige Dollar auf den Straßen verkauft.

Basquiat und Debbie Harry 1986 © Victor Bockris / Corbis
Basquiat mit dem Moderator und Freund Glenn O'Brien in der "TV Party", 1979

Anfang der 80er Jahre geht es auf einmal schnell für Basquiat. Er bewegt sich in den richtigen Kreisen, lernt viele Leute kennen, vermarktet sich auf diesem Wege gewissermaßen selbst und ist Teil der großen New Yorker Gruppenaustellungen The Times Square Show. Sein Freund und früher Förderer Diego Cortez erinnert sich: „Getting people in the artworld to pay attention to his work wasn’t hard. As soon as I showed it to anyone, they liked it.“ Im Anschluss an diesen Erfolg wird Basquiat von der erfolgreichen Galeristin Annina Nosei unter Vertrag genommen. Sie gibt ihm ein Atelier und Material und ermöglicht Basquiat auf diesem Wege den Sprung auf die große Leinwand. 1981 publizierte der Kunstkritiker René Ricard den Artikel „The Radiant Child“ in der renommierten Kunstzeitschrift Artforum und verhilft Basquiats Karriere zu einem intellektuellen Aufschwung in die obere Riege der Kunstwelt.

Ricard schreibt: „His is a literal case of bringing something in off the street but with the element of chance removed. I’m always amazed at how people come up with things. Like Jean-Michel. How did he come up with the words he puts all over everything, his way of making a point without overstating the case, using one or two words he reveals a political acuity, gets the viewer going in the direction he wants, the illusion of the bombed-over wall. One or two words containing a full body. One or two words on a Jean-Michel contain the entire history of graffiti. What he incorporates into his pictures, whether found or made, is specific and selective. He has a perfect idea of what he’s getting across, using everything that collates to his vision. […] His touch has spontaneous erudition that comforts one as the expected does.“

Suzanne Mallouk und Jean-Michel Basquiat, 1981 © Courtesy of Shearsman Books
Jean- Michel Basquiat: Selbstporträt, 1982

Basquiat ist angekommen im szenigen New York. Er auf allen Partys zugegen und plötzlich umringt von Menschen, die Teil seines Erfolges und seiner Aura werden wollten. Eine Freundin erzhält in der Doku „Jean- Michel Baquiat – The Radiant Child“ (2010) von Basquiats charmantem wie auch bestechendem Wesen: „The girls were gluing on him. Gluing, Gluing Gluing. He broke many hearts at that time.“ Obwohl Basquiat zu diesem Zeitpunkt noch mit Suzanne Mallouk zusammenlebt, ist er ständig von Frauen und neuen Bekannten umgeben. Er datet Madonna, lernt David Bowie kennen, freundet sich mit Julian Schnabel an. Debbie Harry und Chris Stein, selbst Teil der Entourage um Andy Warhol und seiner Factory, ermöglichen Basquiat erste Berührungspunkte mit der Pop-Art Ikone Warhol. Basquiat sieht Warhol klar an der Spitze der New Yorker Kunstszene – einen Olymp, den er selbst zu besteigen hofft. Freunde erzählen, er habe Warhol 1979 in einem Restaurant gesehen und versucht, ihm eine kleine Xerox Edition zu verkaufen, was Warhol allerdings unbeeindruckt gelassen habe.

Zu einem wirklichen Kennenlernen der beiden Künstler kommt es im Folgenden erst durch den Kunsthändler und Interview Magazin Mitbegründer Bruno Bischofberger, der Basquiats Karriere aufmerksam verfolgt hatte.

„In the autumn of 1982 I brought Jean-Michel to Andy Warhol in the Factory and this is how they really got to know each other. I had a firm agreement with Warhol that I could propose younger artists which I found interesting for an article in Interview Magazine, which we had founded together in 1969. […] Warhol was not familiar with Basquiat‘s new work and told me that he remembered having met the artist on one or two occasions, on both of which Warhol had felt him to be too forward“, erinnert sich Bischofberger.

Basquiat und Madonna, 1983 © Stephen Torton
Jean-Michel Basquiat, Brooke Bartlett und Bruno Bischofberger in Saint Moritz, 1982. © Christina Bischofberger

Warhol, der sich anfänglich skeptisch gibt, empfängt Basquiat in der Factory und macht einige Porträtaufnahmen von ihm, bevor sich der junge Künstler zügig verabschiedet. So berichtet Bischofberger weiter: „Basquiat did not want to stay and said goodbye. We had hardly finished lunch, one, at most one and half an hour later, when Basquiat‘s assistant appeared with a 150 x 150 cm work on canvas, still completely wet, a double portrait depicting Warhol and Basquiat: Andy on the left in his typical pose resting his chin on his hand, and Basquiat on the right with the wild hair that he had at the time. The painting was titled Dos Cabezas.“

Sowohl das Werk als auch die Geschwindigkeit, in der Basquiat produziert, beeindrucken Warhol: “I‘m really jealous – he is faster than me“ soll er zu Bischofberger gesagt haben. Es war in diesem Moment, dass Warhol Basquiats Talent und seinen spielerischen Umgang mit Farben, Formen, Gestalten und Schriften erkennt. „Warhol saw Jean as the raw figure he was – he recognized his uniqueness early on“, erinnert sich Debbie Harry. (Chris Stein / Negative: Me, Blondie, and the Advent of Punk“, New York, 2014.) Schnell wird Basquiat Teil der Factory Bewegung und es entsteht eine enge Freundschaft zwischen Warhol und ihm, die von vielen Seiten als einzigartig beschrieben wird. Ein Ausnahmephänomen wenn man bedenkt, dass Warhol stets nachgesagt wird, Bekanntschaften nur bis zu einem gewissen Grad der Tiefgründigkeit zugelassen zu haben. „Warhol was Basquiat’s most specific obsession“, heißt es in besagtem Artikel der Vanity Fair von 1988.

Jean-Michel Basquiat: Doz Cabezas, 1982
Warhol und Basquiat, 1985

Zu diesem Zeitpunkt unterläuft sein künstlerisches Werk eine beeindruckende Wandlung. Mit einem schier ungebremsten phantasiereichen Blick auf die Welt produziert Basquiat in rasender Geschwindigkeit. Thema seiner Zeichnungen, Malereien und Collagen ist vielfach die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft. Die Kunsthistorikerin Kellie Jones findet eine treffende, wie auch poetische Beschreibung von Basquiats Formenkanon: „Basquiat’s world revolves around single heroic figures: athletes, prophets, warriors, cops, musicians, kings and the artist himself. In these images the head is often a central focus, topped by crowns, hats, and halos. In this way the intellect is emphasized, lifted up to notice, privileged over the body and the physicality of these figures (i.e. black men) commonly represent in the world.“ (Kellie Jones, Lost in Translation: Jean-Michel in the (Re)Mix)

Basquiat zeichnet mit einem gekonnten starken Strich, der an die Malweise eines Jungen erinnert. Wörter werden geschrieben, durchgestrichen und so besonders betont. Er übermalt, nimmt weg, fügt hinzu. Intelligent reiht er Symbole, Formen, Gestalten und Ausdrücke aneinander und begründet so eine Form des naiven Neo-Expressionismus, die bis dato unnachahmbar geblieben ist. Das besondere an seiner Kunst ist, das sie fast jedem einen Zugang bietet. In einer Zeit, in der der Minimalismus den Betrachter vielfach irritiert und abschreckt, durchbricht Basquiat den Elfenbeinturm der Kunsttheorie und kann gleichermaßen kunstversierte Intellektuelle wie auch nur oberflächlich Interessierte für sich gewinnen.

"Jean-Michel Basquiat: Untitled, 1981" wurde 2007 bei Sotheby's für $14.6 Millionen Dollar verkauft und zählt heute zu teuersten Arbeiten des Künstlers
Galeristin Annina Nosei und Basquiat, 1982

Thematisch finden das Leben als Farbiger in New York und die konstanten Diskriminierungen der schwarzen Bevölkerungsschicht regelmäßigen Ausdruck in Basquiats Arbeit und Geisteshaltung. „The black person is the protagonist in most of my paintings. I realized that I didn’t see many paintings with black people in them“, heißt es in einem Zitat des Künstlers, das im Ausstellungsraum des Brooklyn Museums derzeit in die Wand eingraviert ist. Gleichzeitig will er weg von dem gängigen Rollenbild. „I am not a black artist, I am an artist“, empört er sich an anderer Stelle. Währenddessen laufen seine Verkäufe besser denn je, Gerüchten nach gehen Arbeiten schon an Sammler, bevor sie überhaupt fertig sind. Ebenso zügig wie der Erfolg seiner Kunst ansteigt, wächst aber auch Basquiats ablehnende Haltung gegenüber dem Kunsthandel. „I wanted to be a star, not a gallery mascot“, wird er vielfach zitiert.

Trotz seines internationalen Erfolges stufen ihn die Kritiker nach wie vor als Graffiti Künstler ein, eine Bezeichnung die er selbst als eine Abstufung im Sinne von „Niggerkunst“ versteht. Basquiat, der mittlerweile viel Geld mit seinen Arbeiten verdient, kämpft nach wie vor damit, als ernstzunehmender Künstler anerkannt zu werden. Er wechselt diverse Male die Galerie, versucht sich besser in L.A. und Europa zu platzieren und erhebt sich über die Kritiker: „I don’t listen to what art critics say. I don’t know anybody who needs a critic to find out what art is“.

Jean-Michel Basquiat: Fallen Angel, 1981
Jean-Michel Basquiat: Skull, 1984

So stark seine Widerstandskraft an diese Stelle auch scheint, so fehlt sie an anderer vehement: Mitte 20 ist Jean-Michel Basquiat stark drogenabhängig, verkehrt mit Kunsthändlern ebenso regelmäßig wie mit Drogendealern. In einem Artikel in der amerikanischen Vanity Fair wird ein befreundeter Junkie zitiert: „Jean had a legendary habit. It gave him a lot of cachet. He would drop $ 20,000 or $ 30,000 at a time.“ Basquiat selbst soll für seinen übermäßigen Drogenkonsum den Tod Andy Warhols 1987 mitverantwortlich gemacht haben. Nach einem gemeinsamen Ausstellungsprojekt 1985 hatte die Kollaboration in der Öffentlichkeit viel Kritik bekommen. Der erfolgreiche Nachwuchskünstler sei nicht mehr, als nur ein Accessoire des zu diesem Zeitpunkt wenig populären Warhols, heißt es in der Presse. Basquiat rechnet laut seiner Freundin Kelle Inman zu dieser Zeit ständig damit, ausgenutzt zu werden. Eine Auffassung die Inman zum Teil als gerechtfertigt ansieht, zum Teil aber auch auf den erheblichen Drogenkonsum und den damit zusammenhängenden Realitätsverlust zurückführt. Fest steht, dass sich Basquiat nach der öffentlichen Kritik an der gemeinsamen Kollaboration von Warhol zurückzieht und sogar überstürzt die Stadt verlässt. Die Nachricht des plötzlichen Todes seines Mentors trifft ihn daher umso härter – eine Versöhnung ist nun unmöglich geworden ist.

Anfang 1988 lebt Basquiat recht isoliert, befindet sich in einem ständigen Konflikt mit sich selbst. Julian Schnabel zitiert ihn rückblickend: „They tell me that the drugs are killing me, then I stop and they tell me that my art is dead“. Immer wieder reist Basquiat nach Hawaii, den einzigen Ort an dem er ohne Drogen leben kann. Auf einer Rückreise trifft er in Los Angeles seine langjährige Freundin Tamra Davis. Sie erinnert sich: „He was not in a good place. He felt like his career was over and he really knew that if he did drugs again, he would die.“

Ankündigungsposter für Warhol/Basquiat Paintings, 1985
Basquiat und seine Freundin Kelle Inman, 1987

Dennoch kehrt Basquiat nach New York zurück. Seine Malerei wird zu diesem Zeitpunkt reduzierter. Farb- und Motivpalette sind sehr selektiv, wie es bei vielen Malern häufig im Spätwerk zu beobachten ist. Basquiat ist 27 Jahre alt und sein Werk von einer fast erschreckenden Morbidität geprägt.

Seine frühe Galeristin Annina Nosei lässt Basquiats letzte Ausstellung in der Vrejj Baghoomian Gallery 1988 Revue passieren: „The last paintings were ambitious in size and in subject matter. They were remarkable masterpieces. […] Very often, unwillingly, artists prophezise the future.“

Und Diego Cortez erinnert sich: „They were really good and loose, but kind of scary. […] And he was looking really bad.“

Jean-Michel Basquiat: Riding with death, 1988
Jean-Michel Basquiat: Eroica, 1988

Es ist der 12. August 1988. Baquiat schläft, nach einigen Stunden sieht seine damalige Freundin Kelle Inman nach ihm. Sie findet den Künstler auf dem Boden liegend in seinem eigenen Erbrochenen vor. Automatisch checkt sie den Puls, so wie sie es schon viele Male zuvor getan hat. Doch dieses Mal wacht Basquiat nicht mehr auf. „Inman panicked. She had never seen anyone die, although Basquiat’s drug binges had made the scenario a constant fear,“ heißt es in einem Artikel der New York Times. Mit nur 27 Jahren stirbt Jean-Michel Basquiat an einer Überdosis. Im Nachhinein wird es später vielerorts heißen, sein tragischer Tod sei lange antizipierbar gewesen – von seinem Umfeld und von ihm selbst. Er habe ebenso kurz, wie intensiv gelebt.

„Als er starb, war mir sofort klar, welches Szenario herhalten musste, um ihn mit Erklärungen in den Griff zu bekommen: zu viel in zu kurzer Zeit, eine disziplinlose Gier nach Leben. Es ist das Wesen der Medienbestie, das Komplexe zu simplifizieren, dass es bis zur Unkenntlichkeit entstellt wird“ – Keith Haring

Basquiat und Keith Haring, 1983

Was von Basquiat geblieben ist, ist nicht nur der schillernde Mythos eines Ausnahmegenies, sondern auch ein umfangreicher Nachlass aus bis zu 1000 Malereien und 1000 Zeichnungen – ein unglaubliches Spektrum für einen Künstler, der nur 27 Jahre alt wurde. Teil des künstlerischen Erbes sind auch Basquiats Tagebücher, „The Unknown Notebooks“, die derzeit im Brooklyn Museum mit bislang unveröffentlichtem Material zu sehen sind.  Bis zum 23. August zeigt die Ausstellung an die 160 Seiten Tagebücher, sowie Skizzen, Zeichnungen und Malereien, die in ihrer Einfachheit die Spontaneität und Unmittelbarkeit von Basquiats Kunst widerspiegeln. Das Brooklyn Museum fungiert in diesem Zusammenhang als ein nicht unbedeutender Ort. Mit nur sechs Jahren schenkte ihm seine Mutter hier seine erste Dauerkarte und setzte somit den frühen Grundstein einer großen Liebe zur Kunst.

 

Basquiat ,1988

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Sehenswert ist auch die 2010 entstandene Dokumentation „Jean-Michel Basquiat – The Radiant child“, von Tamra Davis, die mit vielen Originalaufnahmen von Basquiat und seinen Wegbegleitern einen Einblick in sein umfassendes Oeuvre gibt und das aufmerksame Porträt einer bewegten Existenz zeichnet.