ERIK NIEDLING

Noch bis zum 26. August kann man Erik Niedling und sein Projekt The Future of Art: A Camp – Or: How to Bury the White Man im Haus am Lützowplatz in Berlin besuchen.

Erik Niedling (rechts) und der Schriftsteller Ingo Niermann

Erik Niedling will eine Pyramide errichten. Sie soll in Thüringen aus einem Berg herausgemeißelt und mit einer mit Kunst gefüllten Grabkammer versehen anschließend wieder im Berg verschwinden.

Dazu wohnt der Künstler aus Thüringen momentan im Haus am Lützowplatz in Berlin, wo er seine Ausstellung „Eine Pyramide für mich“ fortsetzt, die 2014 dort gezeigt wurde. Erik Niedling lädt noch bis Sonntag, den 26. August, interessiertes Publikum und Experten aus Kunst, Politik und Wissenschaft zum Gespräch ein, um mit ihnen über Ideen zur Realisierung des Pyramidenberges zu diskutieren. Mit der filmischen Dokumentation dieser Gespräche produziert Erik Niedling eine Webserie, die an seinen Dokumentarfilm The Future of Art von 2010 anknüpft, in dem er gemeinsam mit dem Schriftsteller Ingo Niermann Menschen aus der Kunstwelt trifft, darunter etwa Ólafur Elíasson, Marina Abramović oder Damien Hirst, um Rat einzuholen, wie man als Künstler langfristigen und nachhaltigen Erfolg haben kann.

Eine Visualisierung von Erik Niedlings Pyramidenberg

Eine Möglichkeit ist demnach, ein in jeder Hinsicht großes Kunstwerk zu schaffen. Und in Erik Niedlings Fall soll das eben der Pyramidenberg sein.

Um dieses Projekt zu realisieren, hat er sich in der Vergangenheit bereits unter Hypnose den Gedanken implementiert, er würde in einem Jahr sterben. Vom 1. März 2011 bis zum 29. Februar 2012 lebte Erik Niedling dann auch genauso, als hätte er nur noch 365 Tage Zeit. Was er in diesem Jahr erlebt hat (Spoiler: viel), steht in seinem Buch The Future of Art: A Diary.

Der dritte Teil der Reihe, The Future of Art: An Adventure, ist auch schon auf dem Weg. Im November erscheint der autofiktionale Roman von Erik Niedling, der im Jahr 2048 in die Gegenwart münden soll. Bis dahin realisiert der Künstler das, was in dem Buch geschrieben steht – und dokumentiert alles in einem Videotagebuch, das ebenfalls noch bis Sonntag im Haus am Lützowplatz gezeigt wird.

Erik Niedling und sein Projekt The Future of Art: A Camp – Or: How to Bury the White Man können noch bis zum 26. August 2018 im Haus am Lützowplatz in Berlin besucht werden.

24.08.2018 | Kategorien Berlin, Event, Kunst | Tags , , ,