FIONA TAN
Geografie der Zeit

Durch Raum und Zeit: Fiona Tan zeigt im Frankfurter Museum für Moderne Kunst erstmals eine große Werkschau in Deutschland.

Fiona Tan, Nellie, 2013 Still, Courtesy the artist and Frith Street Gallery, London

Die Künstlerin Fiona Tan wurde 1966 als Kind chinesisch-australischer Eltern in Indonesien geboren, bevor sie zum Studieren in die Niederlande ging. Betrachtet man Ihre künstlerischen Arbeiten, so fällt auf, dass diese permanent um die Themen Herkunft und Identität kreisen und die Frage aufwerfen, wie sich kulturelle Prägungen auf das Individuum auswirken?

In atmosphärisch dicht gestalteten Filmen und Installationen verwebt die Künstlerin immer wieder ihre persönlichen Erinnerungen mit denen des Kollektivs oder mit historisch bedeutsamen Ereignissen. Dabei verschwimmen die Grenzen von Innen und Außen, von Fiktion und Wirklichkeit in ihren Bildwelten, Orte und Zeiten bleiben oft unscharf.

Die Ausstellung Geografie der Zeit präsentiert die wichtigsten Hauptwerke aus Tans filmischem Schaffen, darunter das Video „Nellie“, in dem sie die Geschichte Cornelia van Rijns, der Tochter Rembrandts, mit dem Leben eines modernen Teenagers verknüpft. Cornelia van Rijn wanderte nach dem Tod ihres Vaters nach Indonesien aus, Tan ging den umgekehrten Weg. Da ist es nicht verwunderlich, dass sie in ihren Arbeiten Untersuchungen und Reflexionen über das Individuum, das sich in einer globalisierten Welt zurecht finden muss, anstellt. Inwieweit prägen uns unsere Erinnerungen im Hier und Jetzt? Und woraus speist sich überhaupt die Identität der Menschen im 21. Jahrhundert?

Wir zeigen vorab eine Bildauswahl:

Fiona Tan: Geografie der Zeit

MMK Frankfurt

17.09.2016 – 15.01.2017