Pinke Tagebücher

Der Fotograf Asher Moss nimmt uns in seiner Fotostrecke Pink Diaries mit auf eine surreale Reise durch die Wüste.

© Asher Moss

Ich träume in Farben und Formen, die ich noch nie gesehen habe. Die Hitze lässt mein Handtuch an meiner Haut kleben und ich weiß nicht, wie ich nach letzter Nacht noch ruhig bleiben soll. Ich atme langsam und schwer, während der Sandsturm durch unser Paradies weht, ich warte auf den Regen, auf einen Tropfen, oder auf irgendetwas, das mir bekannt vorkommt. Vor den Qualen in der letzten Nacht war der Anblick meiner besten Freundin das Einzige, das mich beruhigt hat. Doch sie schläft, träumt von einer anderen Wüsteninsel. Jetzt bin ich allein mit meiner Zigarette.

© Asher Moss

Eine Wüstenlandschaft, zwei Frauen, Zigaretten, subtil angedeutete Erotik und jede Menge pinke Handtücher – die Bilderserie Pink Diaries von Asher Moss ist ein kleiner Ausflug in eine surreale Welt. Der Tagebucheintrag, den der amerikanische Fotograf geschrieben hat, bildet den Rahmen. Vielleicht ist es die Farbkombination aus rosa Stoff, grünen Kakteen, strahlend blauem Himmel und gelbem Wüstensand, vielleicht ist es der Mix aus real und imaginär – an den Fotos bleibt man hängen, guckt mehrmals hin.

© Asher Moss

„Die Strecke Pink Diaries ist ein Teil meiner Obsession mit der Farbe Pink. Diese Geschichte dreht sich um meine Muse und ihre beste Freundin, sie sind in der Wüste, sind liebevoll und zärtlich, sie leben meine Fantasien aus. Zwei unbekümmerte Frauen, die tun, was man eben tut, wenn man jung und gelassen ist. Sie brauchen nur sich selbst“, sagt Fotograf und Regisseur Moss, der schon für Calvin Klein und Diesel gearbeitet hatSein oberstes Gebot: Die Schönheit der Frau darzustellen.

Von: Sarah-Denise Neven