The Real Get Down
von Jamel Shabazz

Während „The Get Down“-Star Jaden Smith noch nicht einmal in Planung war, erlebte der New Yorker Fotograf Jamel Shabazz die Anfänge des Hip Hops hautnah mit und hat – mit seiner Kamera „bewaffnet“ – das Treiben in der South Bronx festgehalten.

Obwohl Grandmaster Flash, seines Zeichens „Zeitzeuge der Hip-Hop-Geburt“, Regisseur Baz Luhrmann bei der Netflix-Serie The Get Down mit allerlei Insider-Infos zur Seite stand, bleibt es eine große Herausforderung, das Gefühl der 70er im Big Apple auf die Leinwand zu bringen. Das gilt umso mehr, da die Geburtstage der Hauptdarsteller größtenteils auf die Neunziger datiert werden können. Während New Yorks Stadtteil Brooklyn für eben jene den Titel „Hipster-Viertel“ tragen mag, hat Jamel Shabazz seine Heimat noch völlig anders erlebt.

Aufgewachsen südlich von Manhattan, in Zeiten hausgemachter Garagen-Beats, ist Shabazz durch die Straßen Brooklyns gezogen und hat seine Nachbarschaft abgelichtet. Allzu gerne haben sich Jamels „Objekte“ in Szene gesetzt, Posen eingenommen, dabei immer selbstbewusst und extrovertiert. Unübersehbar in den Aufnahmen des New Yorkers: Das Gemeinschaftsgefühl, die Stärke, die positive Lebenseinstellung der jungen Männer, Frauen, Jugendlichen und Kinder.

Mit 15 Jahren hat Jamel Shabazz seine erste eigene Kamera in den Händen gehalten und sich auf eine „Mission“ begeben. Der New Yorker hatte die Vision, das Leben in seinem Viertel zu dokumentieren. Das wahre Leben, auf den Straßen New Yorks. Seine Fotografien: Momentaufnahmen, spontane „Schnappschüsse“, an einer U-Bahn-Station oder Straßenkreuzung. In den letzten zehn Jahren hatte Shabazz bereits mehr als zwei Dutzend Einzelausstellungen – von Argentinien bis Japan.

In unserer Galerie zeigen wir Ihnen eine Auswahl von Aufnahmen aus Shabazz Bildbänden „Back in the Days“ und „A Time Before Crack“. Beide Bücher sind bei powerHouse Books erschienen.

 

30.08.2016 | Kategorien Fotografie, Kunst, Literatur | Tags , , ,

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