The Screen

Ein Buch über den heutigen Spiegel der Gesellschaft: das Display.

Wir hängen jeden Tag davor. Mehrmals am Tag, die meisten wohl auch mehrere hundert Male – vor dem Display. Und es ist eine Art der Befriedigung, über den Screen neue Dinge zu entdecken, mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben. Wenn wir in der Bahn sitzen, schauen wir nur noch selten aus dem Fenster oder beobachten andere Menschen. Wir schauen auf das Handydisplay. Oder das Display eines Tablets. Die Welt entdecken, das funktioniert heute über eine beleuchtete, rechteckige Mattscheibe und ohne sie sind wir fast schon aufgeschmissen. Denn Google Maps möchte man nicht mehr gegen eine Stadtkarte eintauschen. Das Handy nicht mehr gegen die Telefonzelle und die Online-Suchmaschine nicht gegen eine riesige Bibliothek an Lexika. Wir sind abhängig.

 

Normalerweise schreibt Francesca Gavin für Mode- und Lifestyle Magazine, wenn sie nicht gerade eine Ausstellung kuratiert oder als Art Editor für das Twin Magazine arbeitet. Ihr neues Buch beschäftigt sich mit einem Thema, das in der heutigen Zeit fast jeden betrifft – wie der Screen unsere Gesellschaft, unsere Selbstwahrnehmung und Kultur beeinflusst. Das Buch ist eine Mischung aus Kunst und Information. Informationen die ganz am Anfang der Thematik starten und zwar mit der Frage: Was ist eigentlich ein Screen? Sie setzt sich damit auseinander, wie sich der Screen in unser Leben eingeschlichen hat, in unsere Emotionen und Erlebnisse. Wie der Mensch sein eigenes Wesen durch den Einfluss des Bildschirms verändert ohne es selbst zu merken. Der Screen definiert das 21. Jahrhundert und Gavin will wissen warum. Die Erkenntnisse, Feststellungen und die Materie generell illustriert Gavin mit Werken von Künstler wie Ed Atkins, Evans und Cécile B..

 

Das Buch ist ab 20. November über Antenne Books erhältlich.

Von: Helena Kuhnen

16.11.2017 | Kategorien Kunst, Literatur | Tags , , ,