Dialoge - Architekturfotografien von Hélène Binet

Im Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung werden jetzt die Arbeiten der international tätigen Fotografin Hélène Binet ausgestellt. Wir zeigen eine Vorschau der beeindruckenden Bildkompositionen.

© Hélène Binet: John Hejduk, Housing, Berlin, 1988 © Hélène Binet.

Ab heute, dem 3. Juni, wird im Berliner Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung die Ausstellung Dialoge – Fotografien von Hélène Binet präsentiert. Damit ist auch zum ersten Mal eine museale Ausstellung der 1959 in der Schweiz geborenen Künstlerin in Deutschland zu sehen, die bedeutende Schlüsselmomente ihrer Karriere und wegweisende Werke versammelt. Binet hat sich in der Vergangenheit vor allem einen Namen als Architekturfotografin gemacht und zeichnet sich insbesondere durch ihren reduzierten Stil aus, der Einflüsse des ehemaligen Bauhaus-Lehrer László Moholy-Nagy erkennen lässt. Seit 26 Jahren fotografiert Binet Architektur, lichtet Bauwerke von einflussreichen und richtungsweisenden Architekten wie John Hejduk, Le Corbusier, Peter Zumthor oder Zaha Hamid ab.

Ihre Spezialität zeigt sich jedoch erst in der Art und Weise, wie sie mittels der Fotografie neue Dialoge erzählt, die sich in ihren Bildern durch das Zusammenspiel von verschiedenen architektonischen Bauten oder durch die Kombination mit ausgewählten Landschaftsimpressionen einstellen – dabei entstehen teils ungewöhnliche Perspektiven, dynamische Licht- und Schattenspiele und ungeahnte Verbindungen. Durch das Gegenüberstellen und das Miteinander-in-Beziehung-setzen von Architektur und Landschaft entstehen die meist abstrakten Bildkompositionen, die ihre ganz eigenen atmosphärischen Eigenheiten entwickeln. Zu ihrem Markenzeichen hat sich außerdem der konsequente Einsatz von analoger Fotografie entwickelt, mit der sie ihre eindringlichen und großformatigen Schwarz-Weiß Bilder aufnimmt.

Die Fotografin beschreibt ihre Arbeitsweise selbst folgendermaßen: „Fotografieren ist eine Rahmung der Welt, um besondere As- pekte zu untersuchen. Dabei entstehen Verbindungen und Dialoge zwischen Materialien, Linien, Licht und Schat- ten, Bildebenen, Formen und Strukturen, die zu einer eigenen Welt mit einer eigenen Geschichte werden. Diese den Fotografien innewohnende Kraft der Verbindungen und Assoziationen wollte ich in der Ausstellung durch ein dialogisches Ausstellungskonzept noch verstärken“.

Die aktuelle Ausstellung umfasst rund 70 mittel- und großformatige Fotografien Binets, die vor kurzem zudem mit dem Excellence in Photography Award des Julius Shulman Institute ausgezeichnet wurde.

Wir zeigen vorab eine Bildauswahl:

Dialoge – Fotografien von Hélène Binet

3.6 – 12.9.2015

Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung

 

Von: Insa Grüning