Normalität. Absurdität. Hyperrealität. Surrealität.

Phebe Schmidt erzeugt mit ihren durchkonstruierten Bildern eine herrliche Unannehmlichkeit beim Betrachter.

In cleanen und strengen Räumen inszeniert Schmidt Alltagsgegenstände und Models in einer solch direkten und unausweichlichen Weise, dass man davon als Betrachter fast peinlich gefangen wird. Die Grenzen zwischen leblos und lebhaft scheinen ineinander überzulaufen und nicht mehr klar voneinander getrennt zu sein. Selbst die aufgeschnittene Wurst wirkt auf einmal surreal, die Schuhe auf dem Plastikrasen absurd, der Donut mit Marmelade hyperreal. Im perfekt konstruierten Raum wird jeglicher Makel von Mensch und Produkt verdrängt – damit möchte die Künstlerin auf die absurden Standards unserer Gesellschaft in Hinblick auf Schönheit aufmerksam machen.

Absurdität, Surrealität, Hyperrealität. Alles kommt in Schmidts Fotografien in candy colours getränkt zum Ausdruck. Kein Wunder, dass die Australierin mittlerweile in der Modebranche stark gefragt ist. Ob die allerdings die Message hinter der Fotografie versteht?

Phebe Schmidt kann man online auf ihrer Homepage, Tumblr Blog oder Instagram folgen.

Alle Fotos: © Phebe Schmidt

Von: Cloudy Zakrocki

18.09.2014 | Kategorien Fotografie, Künstler | Tags , , , ,

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