Ice Watch Paris - Olafur Eliasson vor dem Panthéon

Ice Watch, Olafur Eliasson und Minik Rosing, Place du Panthéon © Martin Argyroglo, courtesy of Olafur Eliasson.

Mit Ice Watch Paris will der Künstler Olafur Eliasson ein Zeichen gegen den Klimawandel setzen.

Im Zuge der UN-Klimakonferenz (COP21) in Paris, installierte der isländisch-dänische Künstler Olafur Eliasson vergangene Woche zwölf Eisblöcke auf dem Pariser Place du Panthéon, um auf den weltweiten Klimawandel zu verweisen. Gemeinsam mit einem Expedtitionsteam rund um den Geologen Minik Thorleif Rosing war Eliasson zuvor zum grönländischen Nuuk Fjord gereist, um dort arktische Eisblöcke zu bergen, die sich aufgrund der steigenden Temperaturen von den Schollen lösen. Die Blöcke traten danach die weite Reise nach Paris an, wo sie zur öffentlichen Schmelze ausgestellt wurden.

Manch einer mag sich fragen, ob es überhaupt Sinn macht, eine derart aufwändige und kostspielige Reise durchzuführen und zu finanzieren, nur um die insgesamt 80 Tonnen an arktischem Eis zum Schmelzen nach Paris zu verfrachten. Widerspricht nicht eben dies all jenen ethisch-moralisch-ökologischen Ansprüchen, die die Kritiker des Klimawandels lauthals postulieren? An genau diesen Punkt möchte Eliassons Kunst- und Kulturverständnis sein Publikum bringen, anhand dieser Drastik will er den Menschen die Unverhältnismäßgkeit vor Augen führen, mit welcher seiner Meinung nach Raubbau an der Natur betrieben wird.

„As an artist I hope my works touch people, which in turn can make something that may have previously seemed quite abstract more a reality. Art has the ability to change our perceptions and perspectives on the world, and Ice Watch makes the climate challenges we are facing tangible. I hope it will inspire shared commitment to taking climate action”, so Eliasson.

Ursprünglich sollte das Kunstwerk auf dem Place de la République aufgestellt werden, musste jedoch nach den Attentaten in Paris an einen neuen Standort verlagert werden. Auf dem Place du Panthéon nehmen die kreisförmig angeordneten Eisblöcke nun Bezug auf die Architektur des neoklassizistischen Baus und stehen als Momentum der Vergänglichkeit zugleich in direktem Bezug zur Uhr der Ruhmeshalle.

http://icewatchparis.com/

http://www.olafureliasson.net/

Bergung der Eisblöcke am Nuuk Port, Grönland © Jørgen Chemnitz, courtesy of Olafur Eliasson.
Ice Watch, Olafur Eliasson und Minik Rosing, Place du Panthéon © Martin Argyroglo, courtesy of Olafur Eliasson.
Ice Watch, Olafur Eliasson und Minik Rosing, Place du Panthéon © Martin Argyroglo, courtesy of Olafur Eliasson.
Olafur Eliasson: “As an artist I hope my works touch people, which in turn can make something that may have previously seemed quite abstract more a reality. Art has the ability to change our perceptions and perspectives on the world, and Ice Watch makes the climate challenges we are facing tangible. I hope it will inspire shared commitment to taking climate action.”
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