Stephen Shore Retrospektive
in der C/O Berlin

Stephen Shore oder der „Chronist des Unspektakulären“: Die C/O Berlin widmet dem Pionier der amerikanischen New Color Photography jetzt eine große Schau. Wir zeigen vorab eine Bildauswahl.

Beverly Boulevard and La Brea Avenue, Los Angeles, California, June 21, 1975. From the series “Uncommon Places“ © Stephen Shore, Courtesy 303 Gallery, New York & Sprüth Magers

Tankstellen, Straßenkreuzungen oder ein gedeckter Tisch im Restaurant – auf vielen Reisen quer durch die Vereinigten Staaten dokumentierte Stephen Shore unscheinbare Landschaften, den amerikanischen Alltag oder hält Spuren menschlichen Lebens fest. Seine Reiseimpressionen, die unter anderem in den Serien Uncommon Places oder American Surfaces ihren Ausdruck finden, bringen die Essenz der westlichen Kultur zum Vorschein. Es sind eben auch diese Bilder, die Stephen Shore zu einem der erfolgreichsten Vertreter einer ganzen neuen Fotografengeneration erheben.

Stephen Shore: “Mich interessierte eine Art von Fotografie, die vergleichbar ist mit visuellen Notizen. Ich wollte etwas festhalten können, ohne gleich ein komplexes Foto machen zu müssen”
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Zwischen 1965 und 1967 hatte der Fotograf in Andy Warhols Factory in New York gewohnt und dort Downtown-Luft im Dunstkreis der internationalen Künstleravantgarde und Glamourszene geschnuppert. Hier entwickelte er auch seine Leidenschaft für das Medium der Fotografie und einen künstlerischen Stil, der in der Rezeption zumeist als dokumentarische Erzählweise gedeutet wurde.

Der 1947 geborene Shore bedient sich zwar diesen stilistischen Kategorien (wie etwas der Schnappschuss-Ästhetik), aber im Grunde konzipiert er in und mit seinen Fotografien eine eigene Idee von Wirklichkeit. Neben William Eggelston oder Joe Meyerowitz ist Stephen Shore außerdem als einer der wichtigsten Vertreter der so genannten New Color Photography der 60er und 70er Jahre in Erscheinung getreten. Es sind die gesichtslosen Orte und banalen Gegenstände, die zum bestimmenden Gegenstand seiner Bilder wurden und eine andauernde Suche nach dem Wesen der Dinge beschreiben.

Trail‘s End Restaurant, Kanab, Utah, August 10, 1973. From the series “Uncommon Places“ © Stephen Shore, Courtesy 303 Gallery, New York  & Sprüth Magers

In der C/O Berlin werden nun rund 300 Bilder des Fotografen, darunter auch bisher unveröffentlichte, ausgestellt. Kuratiert wurde die Retrospektive von Marta Dahó und Felix Hoffmann.

Stephen Shore Retrospektive

06/02/16 bis 22/05/16

C/O Berlin

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