Die Geschichte
des Selfies

Dass das Selfie schon vor der Geburt eines gewissen Reality-TV-Stars existiert hat, beweist ein neues Buch, das der Geschichte des Selbstporträts auf den Grund geht.

© Taschen

Das Selfie ist keine Erfindung von Kim Kardashian. Das ist erst einmal schwer zu glauben, aber es ist tatsächlich wahr. Wenn man bei Instagram nach dem Hashtag #selfie sucht, werden mehr als 300.000.000 (!) Beiträge gefunden. Kim Kardashian hat bis jetzt allerdings erst knapp 4.000 Beiträge gepostet  – rund 299.996.000 Fotos müssen also von anderen Menschen stammen.

Doch wenn es nicht Kim Kardashian war, wer hat dann das allgegenwärtige Selfie erfunden? Dieser Frage geht das neue Buch Selbstporträts auf den Grund. Und zeigt: René Magritte tat es, Frida Kahlo tat es, Francis Bacon tat es. Sie alle stellten ihr eigenes Wesen dar, nur eben nicht mit ihrer Innenkamera, sondern mit Farbe und Pinsel. Auch der Hintergedanke reichte wohl über das Zeigen des gelungenen Eyeliner-Wings hinaus: „Ich male Selbstporträts, weil ich die Person bin, die ich am besten kenne“, sagte Frida Kahlo einst.

Das Buch Selbstporträts der Kleinen Reihe 2.0 des Taschen-Verlags ist eine höchst interessante Reise durch die Geschichte des Selfies in der Kunst – und ist ab sofort erhältlich.

Von: Sarah-Denise Neven