T-Shirts, bemalt
von Kim Gordon

Die Sängerin von Sonic Youth hat eine Kollektion für & Other Stories entworfen.

T-Shirts waren immer Kim Gordons Ding, als Sängerin von Sonic Youth trug sie mit Vorliebe Bedrucktes. 1992 wurde sie deswegen gar von MTV verbannt: Weil Gordons Shirt das Rolling-Stones-Symbol – Mund mit herausgestreckter Zunge – mit dem Schriftzug „Eat Me“ zeigte, durfte der Sonic-Youth-Song „100 %“ nicht auf dem Sender laufen. Fernsehindentanten schienen 1992 noch recht zart besaitet gewesen zu sein.

Die Freude an bedruckter Kleidung ließ sich Gordon dadurch nicht vermiesen. Mit ihrem eigenen Modelinie X-Girl prägte sie den 90er-Jahre-Grunge-Look, den Chloë Sevigny oder Sofia Coppola für sie zur Schau trugen. Nun hat Gordon für & Other Stories zum Pinsel gegriffen und eine Mini-Kollektion aus bemalten T-Shirts und Kapuzenpullovern entworfen.

„Ich habe schon zuvor mit metallischen Wasserfarben gearbeitet, aber diesmal tat ich es so, wie man es eigentlich überhaupt nicht machen sollte“, sagt Gordon. „Nämlich indem ich die Farbe auf Reispapier kippte und es dabei fast zerstörte.“ Die T-Shirts tragen feministisch angehauchte Aufschriften wie „her“ oder „the other“ oder abstrakte Muster, die ein wenig an einen tintengekleksten Rohrschachtest erinnern. „Mir gefällt die Idee des Wortes, und das Drama, das es umgibt. Es kann eine Atmosphäre heraufbeschwören“, sagt Gordon.

Für die Kampagnenbilder hat sie kurzerhand ihre Tochter Coco vor die Kamera gestellt. Neben T-Shirts und Pullovern gehören bedruckte Seidenschals und Messingketten zur Kollektion, die ab dem 31. August 2017 in ausgewählten Läden von & Other Stories und online erhältlich ist.

22.08.2017 | Kategorien Fashion, Musik | Tags , , , , ,