Fashion Remix

Zum Durchscrollen: unsere aktuellen Lieblinge aus der Modewelt

VIVA COLOMBIA

In Bogotá geboren und aufgewachsen und dann der Mode wegen nach Paris – so lässt sich das Leben von Esteban Cortázar in wenigen Sätzen fassen. Sein gleichnamiges Label wird zu den Exoten der Fashionweek gezählt. Cortázars Kreationen wollen als Liebeserklärung an sein Heimatland verstanden werden: bunt, ausdrucksstark und laut – auf jeden Fall auch anders als alle anderen.

LOCKT JEDEN AN

Da haben sich Jack McCollough und Lazaro Hernandez eine besondere Schönheit aus dem Ärmel geschüttelt: Die Tasche namens „Curl“ für Proenza Schouler ist Teil deren neuer Pre-Fall-Kollektion. Für Kenner eine Weiterentwicklung aus der letzten Saison.

FRÜHSTÜCK BEI GAGA

Für die Kampagne ihrer „City Hardwear“-Kollektion hat sich Tiffany & Co. das Gesicht des Popstars Lady Gaga gesichert. Die Kollektion selbst besteht aus grafischen und eher herben Elementen.

ARISTIDE

Bei Handschuhen, möchte man meinen, kommt es vor allem zunächst darauf an, dass sie passen. Dann freilich, ob sie die Hand, um die der Handschuh passt, auch warm halten. Nicht so bei Mahé Bertrand, den sie den Handschuhstürmer nennen in der Branche. Unter dem Markennamen Aristide designt er seine Lederhandschuhe mit Witz und Ironie. Also beispielsweise mit roten Fingernägeln aufs Leder appliziert. Mit seinen oft auch kunterbunten Stücken will er sich von Handschuhtraditionen abheben. Nun rückt natürlich die Frage in den Vordergrund, was im Leben eines jungen Mannes passieren muss, damit er Handschuhdesigner werden will. Nun: Designer Mahé Bertrand wuchs im Süden Frankreichs, genauer in Nîmes, auf. Nachdem er einen alten Freund in dessen Handschuhmanufaktur besucht hatte, war ihm sofort klar, er möchte Handschuhe entwerfen, die anders sind als das, was man kennt. Und der Erfolg gibt ihm recht. Glücklicherweise bleibt Monsieur Bertrand bei den Materialien konservativ. Handschuhe von Aristide sind im nächsten Winter wahlweise aus Hasenfell oder Lamm. Was wiederum bedeutet, dass sie nicht nur passen, sondern auch schützen. Beziehungsweise: Sie halten warm.

ETIKETTE WAHREN

Das Modehaus Prada beharrt strickt darauf ihr Label nicht auf Schuhen oder Klamotten sichtbar zu machen. Für ihre Taschenkollektionen wird der Spieß einfach umgedreht – zum ersten Mal in der Geschichte ist das berühmt berüchtigte blaue inside Label der Ready-to-Wear Kollektionen von außen zu sehen und das prominent wie eh und je. Deshalb auch der Name der Tasche: Etiquette, französisch für Label.

CLOCKWORK KUNTERBUNT

Im Rahmen der 57. Biennale Arte in Venedig präsentierte Swatch jüngt ein kleines Meisterwerk. Die kunterbunte „Wide Acres of Time“ Swatch entstand in Zusammenarbeit mit dem englischen Künstler Ian Davenport und ist auf 1966 Stück limitiert (das Geburtsjahr des Künstlers). Für Swatch ist das nicht die erste Kooperation in dieser Art. Schon in den vergangenen Jahren ist Swatch mit Künstler-Kooperationen überaus erfolgreich gewesen, darunter zum Beispiel mit Keith Haring. Der schweizer Uhrenkonzern gibt Kunstschaffenden nicht nur eine Plattform – er unterstützt und fördert sie auch. Das „The Swatch Art Peace Hotel“ in Shanghai gibt jungen Künstlern seit 2011 die Möglichkeit für 3-6 Monate umsonst zu leben und zu arbeiten. Jeder kann sich anmelden!