TAUFRISCH:
Die Musikvideos der Woche

Drake zieht sich schlecht an, aber tanzt gut, JOCO achten aufs Detail, Boycrush flirtet was das Zeug hält, Arca macht allerfeinste Unterbewusstseinsmusik und OK Kid holen zum bitter nötigen Rundumschlag aus.

Drake – Hotline Bling

Erster Gedanke: Das sieht doch aus wie eine James-Turell-Ausstellung. Zweiter Gedanke: Drake braucht bei den ganzen Fashion-Fauxpax der letzten fünf Jahre langsam wirklich ganz dringend einen Garderobiere. Dritter Gedanke: Hotline Bling ist nicht ohne Grund auf dem Weg, einer der besten Songs in Drizzys Karriere zu werden.

JOCO – Why Didn’t I See

Locker, schön und leicht klingt die Popmusik von JOCO – aber irgendwie hat sie auch Ecken, Kanten und genau das richtige Quäntchen Detailverliebtheit. Zum Beispiel lesen die beiden im Video das Buch Codex Seraphinianus von Luigi Serafini. Ein surreales Meisterwerk, das – in einer eigenen Sprache geschrieben und mit abseitigen Zeichnungen versehen – von einer ganz eigenen Fantasiewelt erzählt. Allein dafür gibt’s einen Platz in den Musikvideos der Woche.

Boycrush – Flirt feat. Yumi Zouma/Madeira

Yumi Zouma scheint Geschichte. Kim Pflaum macht jetzt als Madeira weiter und befindet sich gerade in der Übergangsphase – und in der macht die Dreampop-Sängern gemeinsame Sache mit Auckland-Produzent Boycrush, der schon ganz bald seine Girls On Top-EP veröffentlichen wird. Groß!

Arca – EN

Zugegeben: Die Musik von Arca ist nicht durchgehend hörbar. Die gruseligen Soundcollagen sind bisweilen unerträglich – aber vielleicht auch nur deshalb, weil sie bis ganz tief in einen hineinreichen und dort Knöpfchen drücken, die vom Wischi-Wascha-Pop gerne umschifft werden. Auch EN ist wieder so ein Stück Unwohlseinsmusik – und was für welche!

Arca - EN from Arca on Vimeo.

OK Kid – Gute Menschen

OK Kid holen zum bitternötigen Rundumschlag aus. Gut so!

20.10.2015 | Kategorien Musik, Musikvideos der Woche, News, Video | Tags ,