Q&A mit nomnomvega

Nadja Vanessa Vega aka nomnomvega wird ihre intimen Porträts demnächst in einem Buch veröffentlichen – in unserem Q&A hat sie uns einige Fragen zu ihrer Arbeit beantwortet.

FOTO: NADYA VANESSA VEGA / NOMNOMVEGA

Die Aktfotografien von Nadja Vanessa Vega aka nomnomvega haben im Netz bereits schon tausende Fans gefunden. Jetzt läuft eine Kickstarter-Aktion um die intimen Porträts in einem Bildband zu veröffentlichen. Wer an der Pre-Sale-Aktion teilnehmen will findet auf der Webseite alle Infos zum Buch. Uns hat die Fotografin einige Fragen zu ihrer Arbeit beantwortet:



Es heißt, Sie sind relativ streng erzogen worden – Wie hat dieser Umstand ihren weiteren Lebensweg beeinflusst?

Kinder, die streng erzogen werden, haben wohl zwei Wege vor sich. Entweder sie passen sich an und werden sehr leistungsorientiert, oder sie fallen aus dem Rahmen und führen ein Leben abseits. Bei mir ist sicherlich etwas von Beidem passiert. Aber die meiste Zeit bin ich aus dem Rahmen gefallen.

Was fasziniert Sie an Fotografie? Macht die Beobachterperspektive einen besonderen Reiz aus?

Die Intimität, die ich mit meinen Models beim Fotografieren erlebe, ist für mich nicht ersetzbar. Sie ist weder konkret sexuell noch ist es nur ein Beobachten. Wir verbringen einen Abend gemeinsam, trinken, lachen, hören viel zu laut Musik, durchmischen unsere Muttersprachen, finden oft viele Gemeinsamkeiten. Mindestens eine Person ist dabei die meiste Zeit nackt, aber das ist mittlerweile etwas sehr natürliches für mich.

FOTO: NADYA VANESSA VEGA / NOMNOMVEGA

Aufnahmen, die viel Haut zeigen, sind etwas sehr intimes – Wie bauen Sie diese Stimmung zusammen mit dem Model auf?

Meistens ist diese Stimmung einfach vom ersten Moment an da. Ich habe keine Stylistin, keine Maske, keine Softboxen in den Wohnungen. Wir sind oft nur zu dritt: Das Model, die Kamera und ich. Natürlich sind die Vibes nicht mit jedem Menschen gleich. Im Zweifelsfall hilft ein Glas Gin.

Wie finden Sie und ihre Models zusammen? Was ist wichtig bei der Zusammenarbeit?

Ich finde die Mädchen auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Instagram spielt eine Rolle. Manchmal kenne ich sie auch schon vorher oder spreche sie auf der Straße an. Wichtig ist mir Unverkrampftheit. Wenn jemand mit mir arbeiten will, und gleich sagt, er macht alles mit, finde ich das ehrlich gesagt am besten.

FOTO: NADYA VANESSA VEGA / NOMNOMVEGA

Was ist das Besondere einen nackten Körper abzulichten? Was ist ihrem wichtig fotografisch einzufangen?

Stolz, Unverfrorenheit, Selbstbewusstsein. Manchmal aber auch Verletzlichkeit. Was ich einfangen will, sind jedenfalls stark ausgeprägte innere Haltungen. Und natürlich schöne und wohlgeformte Körper. Die abzulichten war von Anfang an mein Thema. Aber als etwas Besonderes habe ich es nie empfunden.

Sehen Sie ihre Bilder in der Tradition der Aktfotografie oder ist dieser Begriff mittlerweile überholt?

Die meisten meiner Fotos sind Akte. Ich erhebe nicht den Anspruch, etwas revolutionäres zu machen.

Bald werden ihre Fotografien auch in Buchform erscheinen – Was wird es darin alles zu sehen geben?

Eine Menge Arbeiten aus der gesamten Zeit, seit ich fotografiere. Das Aufsehen um den Vorverkauf ist jetzt vorbei und darüber bin ich ehrlich gesagt heilfroh. Ich kann es nur schwer ertragen, wenn meine Arbeit kommerzialisiert wird und im Mittelpunkt steht.



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01.02.2018 | Kategorie Q&A | Tags , , ,