Hier gibt's die besten Burger!
Eine U-Bahn-Burger-Karte für Berlin

Wer weiß wohl am besten, wo es die leckersten Burger der Stadt gibt, als diejenigen, die eine Burger-Party-Reihe ins Leben gerufen haben, die alle Rekorde bricht?

„Burgers & Hip Hop“ heißt die Eventreihe im Prince Charles, zu der jedes Mal tausende von Menschen strömen und über die bereits weltweit so ziemlich jedes Medium berichtet hat. Das Prinzip ist simpel: An einem Samstagnachmittag kann man sich mit seinen Freunden im Innenhof des Clubs treffen und dort unter Beschallung feines Hip Hops an mehreren Ständen die außergewöhnlichsten und schmackhaftesten Burger der Stadt probieren. Die bekanntesten Restaurants Berlins gehen mit ihrem eigens kreierten Burger an den Start und die Auswahl ist für jeden Gast denkbar überwältigend. Wer aber der beste Burger der Besten ist, das dürfen die Gäste regelmäßig selbst küren. Das Tagesevent geht später nahtlos in eine Hip Hop Party über, die bis in die frühen Morgengrauen dauert. Mit gestärktem Magen ist das natürlich kein Problem.

Nachdem Thrillist bereits eine U-Bahn-Map für die besten Bars in Berlin entlang der UB-Bahn-Stationen heraus gebracht hat, gibt es seit heute eine eigene Karte für die wiederum besten Burger Berlins – von den Machern von „Burgers & Hip Hop“ höchstpersönlich probiert und kuratiert! Kavita Meelu gehört zu den Kreativköpfen hinter dem Erfolgsrezept und beantwortete uns pünktlich zum Launch der Karte die wichtigsten Fragen rund um Burger – und Hip Hop!

INTERVIEW:  Burgers & Hip Hop – wieso nicht Tortellini und Techno?

MEELU: Burger und Hip Hop waren als Kind genau die zwei Dinge, von denen unsere Eltern nicht wollten, dass wir uns ihnen zuwendeten. Außerdem ist Techno nicht meine Musik.

INTERVIEW: Die Eventreihe hat ja mittlerweile so etwas wie Kultstatus erreicht – nicht nur in Berlin, sondern deutschlandweit spricht man darüber. Wie kam es zu dem Erfolgsrezept?

MEELU: Das Konzept entstand, weil wir uns einfach überlegt haben, was die Basis eines perfekten Samstagabends ist. Leckeres Essen, umgeben von Freunden zu sein und danach Party zu machen. Es ist nicht wirklich schwarze Kunst, aber es fühlte sich irgendwie richtig an, die Barriere zwischen dem Beginn eines Abends mit gutem Essen in der Gesellschaft von guten Freunden und der anschließenden Partytour zu durchbrechen und zu verbinden. Jeder liebt Block Parties und das ist es, was wir uns als Ziel gesetzt haben. Wir sind keine Party Crew, sondern einen Food Crew, die eben eine Party veranstalten, bei der jeder willkommen ist und eben nicht ausgeschlossen wird, wie bei vielen anderen exklusiven Events. Die einzigen, die nicht willkommen sind, sind alle diejenigen, die gutes Essen nicht wertschätzen. Das ist unsere Einlasspolitik.

INTERVIEW: Am 06. Dezember feiert ihr einjähriges Jubiläum!

MEELU: Genau, wir werden dann unsere globale „Burgers & Hip Hop“ Revolution starten. Zur Jubiläumsfeier haben wir einige der besten Burger Anbieter Europas nach Berlin eingeladen, die am Wettkampf um den besten Burger teilnehmen werden. Bekannte Burgerjoints aus London, Amsterdam, Paris und Polen sind dabei. Es wird großartig, denn so etwas hat es in der Geschichte der europäischen Burgerwelt noch nie gegeben.

INTERVIEW: Wo haben Sie den besten Burger Ihres Lebens gegessen?

MEELU: Am Tag vor meinem siebten Geburtstag durfte ich selbst entscheiden, wo ich ihn feiern wollte. Ich entschied mich für ein „Happy Meal“ bei McDonald’s, weil ich das nur aus dem Fernsehen kannte und wollte unbedingt auf Ronald McDonalds Schoß sitzen. Dieser erste Cheeseburger war wohl der beste meines Lebens. Es war der Mix aus einem Spielzeug im Happy Meal, dem süßen Brot, dem Geruch frischer Pommes und dem Erdbeermilchshake, der dieses Erlebnis zu etwas ganz Besonderem machte. Blöd nur, dass ich dieses Gefühl in einem McDonalds nie wieder erlebt habe.

18 Jahre später war ich zu Gast im Spotted Pig in New York, das damals Jay Z gehörte. Dort aß ich einen Burger, der von der Chefköchin April Bloomfield kreiert wurde: Ein Stück vom Rind, auf dem Roquefort Käse thronte und zwischen zwei Brioche Hälften klemmte. Kein Salat, kein Ketchup, keine Extras. Dieser Burger hat mein Leben verändert.

INTERVIEW: Was muss ein Burger haben, was darf er nicht haben?

MEELU: Ein Patty, zwei Brötchenhälften und Fantasie. Das wichtigeste ist aber die gute, frische Qualität der Produkte und Fleisch vom lokalen Schlachter. Unbekanntes, zusammengepantschtes Fleisch ist nicht erlaubt!

INTERVIEW: Und was trinke ich zum Burger?

MEELU: Ab Januar 2015 natürlich das eigene „Burgers & Hip Hop Bier“, das ultimative Bier zu jedem Burger. Wer es nichtalkoholisch mag, der trinkt einen Erdnussbutter-Bananen-Malz-Milchshake.

INTERVIEW: In Berlin zehren viele Pressevertreter davon, das angebliche Club- und Partysterben der Stadt ständig zu thematisieren. Wie sehen Sie diese Thematik?

MEELU: Naja, ich höre immer mehr, dass Essengehen das Clubben ersetzt. Aber „Burgers & Hip Hop“ beweist am besten, dass das eine ohne das andere nicht ersetzen kann. Gutes Essen und eine gute Party sind gleich wichtig.

INTERVIEW: Die Teilnahme bei den „Burgers & Hip Hop“ Events schlägt schon jetzt alle Facebook-Rekorde. Wo kann es noch hingehen, wo wird es noch hingehen? Vielleicht irgendwann doch Tortellini und Techno?

MEELU: Wohl eher Disco und Döner. Aber davor wird „Burgers & Hip Hop“ erstmal nach Paris, Birmingham, Kapstadt, London, Rotterdam und Tokio expandieren. Wir haben die große Vermutung, dass das Konzept sich grenzübergreifend auf der ganzen Welt präsentieren kann. Burger sind die demokratische Macht innerhalb der Food-Bewegung. Jeder auf der ganzen Welt weiß, was ein Burger ist und kann auch ein Experte darin sein, was für ihn einen guten Burger ausmachst. Es ist ein Essen, das alle sozialen Grenzen in einer demokratischen Weise durchbricht. Ob man nun in einem kleinen, ranzigen Burgerjoint ist oder in einem schicken Restaurant mit weißer Tischdecke: Überall kann man Burger essen und auch wenn man dies wie ein Neandertaler tut, verurteilt einen keiner.

Seien wir doch ehrlich, ein Burger ist in der westlichen Hemisphäre das einzige Essen, bei dem es für alle in Ordnung ist, dass man es mit beiden Händen isst. Dank des Burgers haben wir nun endlich eine Entschuldigung, unsere Grundinstinkte als Mensch erneut zum Vorschein zu bringen.

Und auch beim Hip Hop können wir ehrlich sein: Würde man in einen Club in Berlin gehen wollen, in dem sich Männer als Gangster verkleiden und mit unechten Goldketten um den Hals am Jack Daniels nippen, während sie möglichst lässig in einer Ecke abzuhängen versuchen? Nein. Aber Hip Hop ist einfach grandiose Musik! Keine andere bringt mich so zum Tanzen wie Hip Hop. Es macht Spaß, es ist energiegeladen und wenn man die Tunes kennt, kann man sogar mitsingen – und es kommt noch besser: Man braucht nicht einmal Drogen um Hip Hop zu genießen, reine Liebe reicht da völlig aus.

INTERVIEW: Wer gerne Burger isst und dazu gute Musik hört, kommt an „Burgers & Hip Hop“ also nicht vorbei. Kein Wunder, dass so viele versuchen, diese Eventreihe – bisher erfolglos – nachzuahmen. Wieso habt ihr die unangefochtene Expertise, was Burger in Berlin angeht?

MEELU: „Burgers & Hip Hop“ ist aus einem Bauchgefühl heraus entstanden. Aber wir wussen einfach, dass genau so etwas unseren Freunden und uns im Leben fehlte. Der Unterschied zu uns und den vielen anderen, die versuchen, jetzt dieses Konzept nachzumachen, ist glaube ich, dass wir einfach anfingen, eine Food-Party zu schmeißen, auf die wir selbst gerne gehen würden. Wir fingen nicht damit an, weil wir den Erfolg von jemand anderem gesehen haben und ihn für uns selbst beanspruchen wollten. Deshalb sind auch wir „Burgers & Hip Hop“ – und sonst niemand.

Kavita Meelu | Foto © Jasmin Stiegler

MAP: The Adventures Of   |   Designer: Catrin Roher

Burgers & Hip Hop: Kavita Meelu & Bechstein Network & The Adventures Of

Von: Cloudy Zakrocki