Pop-Up:
Piemontesisch im dóttir

Die schlechte Nachricht zuerst: Nach zweieinhalb Jahren wird das Berliner Restaurant dóttir vorerst schließen. Die gute: Heute starten Souschef Andrea Iannicella und sein Team ein köstliches piemontesisches Pop-Up in den Räumlichkeiten in der Mittelstraße.

Antipasti, Bagna Cauda, hausgebackenes Ciabatta – was so gar nicht nach der beliebten nordischen Küche des dóttir klingt, erhält ebenda Einzug. Zum Glück! Denn Souschef Andrea Iannicella ist in der italienischen Küche zu Hause: Der 31-Jährige stammt aus der Region Langhe im Piemont. Ab heute verwandelt er nun am Herd der Mittelstraße 41 traditionelle Rezepte seiner familia in zeitgenössische, frühlingshafte Menüs, klassisch mit vier Gängen, serviert mit Öl vom Olivenhain seines Elternhauses. Im Fokus steht die einfache italienische Landküche, mit viel frischem Gemüse und nur wenig Fleisch. Für Vegetarier wird zusätzlich ein eigenes Menü angeboten. Abgerundet werden die italienischen Köstlichkeiten durch die passenden, piemontesischen Weine, deren Auswahl natürlich auch beim Pop-Up in den Händen von Sommelier Patrick Wentzel liegt. Bis zum 20. Mai duftet es im dóttir nach italienischen Aromen, anschließend kehrt das Restaurant zu seinen nordischen Wurzeln zurück. Ende Juli schließt das von der Isländerin Victoria Eliasdóttir mitbegründete Restaurant dann vorerst. Das liegt jedoch weniger an der überzeugenden Küche, sondern vielmehr daran, dass das geschichtsträchtige Haus, in dem sich das dóttir befindet, renoviert wird. „Caterings und private Dinner bieten wir weiterhin an, bis wir einen neuen Ort zum Bleiben gefunden haben. Wir schauen jetzt, was auf uns zukommt. Das Projekt dóttir lebt auf jeden Fall weiter“, stimmt uns Geschäftsführer Moritz Estermann hoffnungsvoll, und bis die Türen schließen, freuen wir uns dank verlängerter Sommeröffnungszeiten auf laue Abende in Mitte. Ab dem 23. Mai öffnet das dóttir ab 19 Uhr, das letzte Seating ist um 22:30 Uhr.

09.05.2017 | Kategorien Berlin, Event, Food, Tipp | Tags , , , ,