Sehenswürdigkeiten für unersättliche Mode-Fans

Von Cristóbal Balenciagas Geburtststätte über Yves Saint Laurent’s botanischen Garten im Herzen von Marrakesch. Hier können Modeinteressierte ihre Sommerwalfahrt genießen.

San Sebastián, Spanien Foto: Getty Images

Cristóbal Balenciaga Museum, San Sebastián, Spanien

Wenn wir an das Modehaus Balenciaga denken, lokalisieren wir es zu allererst in Paris. Was nur wenige wissen, ist dass der in Getaria geborene Modeschöpfer Christobál Balenciaga im Jahr 1919 einen Schneidersalon für hochpreisige Damenmode im spanischen Ort San Sebastián eröffnete, wo er unter Anderem feine Damen des spanischen Königshauses ausstattete. Unweit entfernt von seinem Geburtsort Getaria, einem der schönsten Küstenorte der Region, existiert heute das Cristóbal Balenciaga Museum, welches sich gänzlich dem Werk des Designers widmet.

Prada Marfa in Texas, Foto: Getty Images

Prada Marfa, Texas, USA

Kunst im Nirgendwo. Zwei Kilomenter nordwestlich von Valentine in Texas befindet sich Prada Marfa, eine modische Fata Morgana inmitten der Wüste. In der Tat handelt es sich dabei jedoch nicht um eine unerwartete Einkaufsmöglichkeit, sondern eine Skulptur des dänisch-norwegischen Künstlerduos Elmgreen & Dragset, das in Berlin ansässig ist. Die Architektur stammt von Jörg Boettger. Gebaut wurde das Kunstwerk 2005, und stellt ein Kommentar zur Konsumgesellschaft dar. Die Wüste unweit von Prada Marfa bietet kunsttechnisch auch noch Anderes an: Donald Judd’s Riesenskulpturen und sein Museum, die Chinati Foundation, zum Beispiel.

Roquebrune-Cap-Martin in der Provence, Frankreich FOTO: Getty Images

Villa La Pausa, Roquebrune-Cap-Martin, Frankreich

Die 1930 erbaute Villa La Pausa ist nicht nur irgendeine Villa an der Côte d’Azur. Schon im Jahr 1928 hat Coco Chanel das fünf Hektar große Grundstück erworben, welches sie stets als Sommerresidenz nutzte. Vom Grundriss bis hin zu den Dachziegeln hat die Modeikone die Residenz gänzlich selber entworfen. 87 Jahr später, auf den Tag genau, hat das Modehaus Chanel bekannt gegeben, dass das Modehaus das Anwesen gekauft hat. Obwohl das Anwesen derzeit noch nicht für Touristen geöffnet ist, bietet der pittoreske Ort Roquebrune-Cap-Martin auch Le Corbusier’s Holzferienhaus Le Cabanon zur Begutachtung, sowie die Promenade Le Corbusier, einen malerischen Küstenweg.

Jardin Majorelle in Marrakesch, Marokko, Foto: Getty Images

Jardin Majorelle, Marrakesch, Marokko

Inmitten der Großstadt Marrakesch befindet sich der von Yves Saint Laurent restaurierte Jardin Majorelle, das Lebenswerk des französischen Malers Jacques Majorelle. Der französische Modedesigner entdeckte den Garten im Jahr 1966, während seiner ersten Reise nach Marrakesch mit seinem Lebenspartner Pierre Bergé. Als einer der wenigen Sehenswürdigkeiten in der marokkanischen Stadt befindet sich das Pflanzenparadies (mehr als 300 verschiedene Pflanzenarten sind hier vertreten) nicht im Stadtteil Medina, sondern in Guéliz und ist für seine kobaltblaue Architektur bekannt. Ein Ort, der zum Träumen anregt.